Hilfe: Sie befinden sich auf...

Robert Koch-Institut, 23.08.04

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Robert Koch-Institut, 23.08.04

Positive Zwischenbilanz bei bundesweiter Kindergesundheitsstudie

Glaubst du, dass du viel zu dick bist? Wie viel Alkohol trinkst du zurzeit? Trägst du meist einen Helm, wenn du Fahrrad fährst? Diese Fragen sind Teil der erfolgreich laufenden bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitsstudie des Robert Koch-Instituts, KiGGS. Ende August dockt mit Schleswig-Holstein erstmals ein Bundesland mit einer eigenen, vertiefenden Studie an. KiGGS ist eine im internationalen Vergleich einmalig umfassende Untersuchung: es nehmen insgesamt 18.000 Kinder und Jugendliche aller Altersstufen teil, die Daten werden mit Fragebögen, ärztlichem Interview, medizinischer Untersuchung und Motoriktests erhoben.


Bislang fehlen in Deutschland insbesondere verknüpfbare Daten aus den verschiedenen Ebenen des gesundheitlichen Geschehens - etwa wieviele dicke Kinder es tatsächlich gibt, welche Ursachen in Frage kommen und wie die Folgen für die Gesundheit sind. KiGGS soll erstmals ein umfassendes Bild von der Gesundheit der Heranwachsenden in Deutschland liefern und die Informationslücken schließen. "Damit wird auf Bundesebene eine Gesundheitsberichterstattung über Kinder und Jugendliche möglich, wie sie bislang nicht realisierbar war", sagt Bärbel-Maria Kurth, Leiterin der Abteilung Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung und Projektleiterin von KiGGS. Die Gesundheitsberichterstattung liefert Daten und Analysen zu allen Bereichen des Gesundheitswesens und stellt damit eine fachliche Grundlage für politische Entscheidungen bereit. Darüber hinaus dient die Gesundheitsberichterstattung der Erfolgskontrolle durchgeführter Maßnahmen, trägt zur Entwicklung und Überprüfung von Gesundheitszielen bei und hat eine Referenzfunktion für die Gesundheitsberichterstattung der Länder.

Die Kinder- und Jugendgesundheitsstudie führt das Robert Koch-Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch. Bislang haben die drei Feldteams des Robert Koch-Instituts etwa 6.300 Kinder und Jugendliche in 60 Orten in ganz Deutschland untersucht und befragt. "Die Beteiligung liegt mit 64 % der zufällig ausgewählten Personen weit über den bei solchen Studien üblichen Teilnahmeraten" zieht Bärbel-Maria Kurth eine positive Zwischenbilanz. Dies zeugt zum einen von der positiven Resonanz, die diese Studie in der Bevölkerung hat, zum anderen erhöht es die Belastbarkeit der so gewonnenen Informationen. Die "Feldphase" von KiGGS läuft bis Frühjahr 2006.

KiGGS umfasst ein weites Themenspektrum: akute und chronische Krankheiten, körperliche Beschwerden und Befindlichkeiten, Impfstatus, Gesundheitsrisiken, Unfälle, Inanspruchnahme medizinischer Leistungen, Ernährung und Essstörungen, psychische Gesundheit und Verhaltensauffälligkeiten, Lebensqualität und soziale Bedingungen. Die Stichprobe ist mit insgesamt 18.000 Kinder und Jugendlichen in 150 Orten so gestaltet, dass repräsentative Aussagen für Deutschland insgesamt sowie für Ost- und Westdeutschland getrennt möglich sind. Um auch auf der Ebene eines einzelnen Bundeslandes entsprechende repräsentative Daten zu haben ist eine durch die einzelnen Länder zu finanzierende Stichprobenaufstockung erforderlich. Das Robert-Koch-Institut hat allen Landes-Gesundheitsministerien das Angebot zur vergleichsweise kostengünstigen Aufstockung unter Nutzung der Instrumente, der Logistik und der vom Robert Koch-Institut im jeweiligen Bundesland erhobenen Daten unterbreitet.

Schleswig-Holstein ist das erste Bundesland, das dieses Angebot realisiert und mit einer eigenen, Ende August beginnenden Studie an KiGGS angedockt hat. Damit können aussagefähige und repräsentative Gesundheitsdaten für Schleswig-Holstein gewonnen werden, die noch dazu den Vergleich mit den Bundesdaten gestatten. Erstmalig wird es auf dieser Grundlage möglich sein, einen Landes-Gesundheitsbericht in Relation zur Bundes-Gesundheitsberichterstattung zu stellen und regionale Besonderheiten aufzuzeigen. Für die Länderstudie Schleswig-Holstein, die ein Jahr dauern wird, hat das Robert Koch-Institut ein viertes Team ausgebildet. An 18 Orten werden insgesamt ca. 1.600 Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis unter 18 Jahren teilnehmen. Das Robert Koch-Institut teilt die Ergebnisse der kostenlosen medizinischen Untersuchung wie bei KiGGS üblich den Teilnehmern sofort und bei den aufwändigeren Analysen vier Wochen später mit.

*****************************************
Herausgeber:
Robert Koch-Institut
Nordufer 20
D-13353 Berlin
www.rki.de

Pressestelle:
Susanne Glasmacher
(Pressesprecherin)
Günther Dettweiler
(stellv. Pressesprecher)
Claudia Eitner
Heidi Wothe

Kontakt:
Tel.: 01888.754-2239, -2562 und -2286
Fax: 01888.754 2265
E-Mail: presse@rki.de

Weitere Informationen:


Heidrun Wothe, Robert Koch-Institut
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Nature Neuroscience:Tübingen entwickelt transgenes Mausmodell für die zerebrale Amyloid-Angiopathie 
 Hinweise für Zusammenhang von fettreicher Ernährung, Entzündungen und Arteriosklerose gefunden