Hilfe: Sie befinden sich auf...

Universität Rostock, 17.04.07

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Universität Rostock, 17.04.07

Pharmafirma ändert nach Hinweis aus Rostock Medikamentenverpackungen

Diana Kätelhön von der Zentralapotheke

Dopamin und Dobutamin heißen die beiden Medikamente des Herstellers Cari-nopharm, die im Bereich der Intensivtherapie häufig eingesetzt werden. Beide Mittel wirken auf Herz und Kreislauf, allerdings auf sehr unterschiedliche Weise, da die Angriffspunkte verschieden sind. Nicht sehr unterschiedlich waren dagegen die Etiketten und Faltschachteln der Medikamentenverpackungen. "Es kam zu Beinahe-Verwechslungen, der so genannte versehentliche Griff zum ähnlich verpackten Medikament", sagt Dr. Klaus Dahmen, Qualitätsbeauftragter des Uniklinikums Rostock. "Glücklicherweise wurde nie das falsche Medikament verabreicht, denn Schwestern und Ärzte hatten die Verwechslung immer bemerkt, bevor das Medikament aus der Ampulle aufgezogen worden war." Die Meldung über diesen Sachverhalt war einer der ersten Berichte, die bei Dr. Dahmen nach der Installation eines klinikumsinternen Fehlermeldesystems CIRS (Critical Incident Reporting Sys-tem) eingingen.

Dr. Dahmen wertete die Hinweise der Klinikumsmitarbeiter zusammen mit dem Direktor der Zentralapotheke, Thomas Müller, aus. Sie informierten als Hersteller die Bonner Pharmafirma Carinopharm. Dort reagierte man prompt. "Es dauerte nur zwei Wochen, da kamen die Medikamente mit neuen, viel besser zu unterscheidenden Verpackungen auf den Markt", sagt Müller. Damit konnte eine mögliche Fehlerquelle zeitnah erkannt und beseitigt werden. Beinahe-Fehler sind Fehler, die im Klinikalltag auftreten können, aber noch rechtzeitig bemerkt werden. Statistisch gesehen kommen auf einen tatsächlichen Fehler etwa 300 Beinahe-Fehler und bis zu 3000 unsichere Handlungen.

Um Lehren aus derartigern Fehlern zu ziehen, wurde im Uniklinikum Rostock ein System zur Erkennung und Auswertung von Beinahe-Fehlern installiert. Das Criti-cal Incident Reporting System (CIRS) basiert auf anonymen Fragebögen, die auf den Stationen ausliegen oder direkt im Intranet des Klinikums ausgefüllt werden können. Eingehende Meldungen setzen einen Auswertungsmechanismus in Gang, der von der Zentralen Annahmestelle koordiniert wird. Analyse und die Umsetzung möglicher Konsequenzen sind so bei besonders kritischen Hinweisen mit hohem Gefahrenpotential in kürzester Zeit möglich. Damit ist CIRS ein neuer Weg zu mehr Qualität am Universitätsklinikum Rostock. Das System erhöht wirksam die Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern.

Kontakt
Dr. Klaus Dahmen
Referent des Ärztlichen Direktors
Universitätsklinikum Rostock (AöR)
Rembrandtstraße 16/17
18057 Rostock
Tel. 0381/4945090

Thomas Müller
Direktor der Zentralapotheke
Universitätsklinikum Rostock (AöR)
Rembrandtstraße 16/17
18057 Rostock
Tel. 0381/4945090


Dr. Wolfgang Peters, Universität Rostock
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Positivtrend: Artenvielfalt in NRW steigt 
 Gentest kann Nebenwirkungen verhindern