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Universitätsklinikum Heidelberg, 17.01.05

Mehr Operationen, bessere Ergebnisse?

Tagung der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg am 4./ 5. Februar 2005 befasst sich mit Mindestmengen und Qualitätsstandards in der Chirurgie

Das Thema "Mindestmengen" ist ein "heißes Eisen" der Gesundheitspolitik. Bringt Quantität tatsächlich auch Qualität? Sollten schwierige Eingriffe Chirurgen und Kliniken vorbehalten bleiben, die eine bestimmte Anzahl und einen großen Erfahrungsschatz nachweisen können? Auf den ersten Blick erscheint dies einleuchtend, doch Experten weisen darauf hin, dass auch andere Faktoren mindestens eine ebenso große Rolle spielen können, z.B. die Auswahl der Patienten und des Operationsverfahrens.


Diese brisanten Fragen stehen im Mittelpunkt der 13. Jahrestagung "Mindestmengen und Qualitätsstandards in der Chirurgie" der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Qualitätssicherung in der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und findet am 4. und 5. Februar 2005 in Heidelberg statt.

Veranstalter vor Ort ist die Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg (Geschäftsführender Direktor: Professor Dr. Dr. h.c. Markus W. Büchler). "Zu der Tagung erwarten wir nicht nur Chirurgen aus ganz Deutschland, sondern auch Manager von Krankenhäusern und Krankenkassen sowie alle, die sich mit Qualitätsstandards im Gesundheitswesen auseinandersetzen", erklärt Professor Büchler.

Mindestmengen hat der Gesetzgeber seit Anfang 2005 bereits für fünf Bereiche festgelegt: Transplantation von Leber und Niere, komplexe Eingriffe an Speiseröhre und Bauchspeicheldrüse, Transplantation von Stammzellen bei Blutkrebs. Weitere sollen in den kommenden Jahren folgen und werden den Trend zur Konzentration in Spezialzentren fortsetzen.

Was bringen die neuen Qualitätsberichte der Kliniken?

Die Referenten der Tagung werden sich mit prinzipiellen Fragen auseinandersetzen: Was ist chirurgische Qualität? Wie wird sie gemessen und welche Institutionen - in Deutschland und Europa - sind hier maßgeblich? Weitere Themen sind die Qualitätsberichte der Kliniken, die 2005 erstmals veröffentlicht werden müssen, und ihre Aussagekraft.

Von der Theorie zur Praxis: Chirurgen aus Kliniken unterschiedlicher Versorgungsstufen werden an konkreten Beispielen wie der Chirurgie des Dickdarms, der Schilddrüse und der Hernie (Leistenbruch) diskutieren, wie Qualität gewährleistet werden kann. Dabei kommen jeweils der Spezialist und der Generalist zu Wort.

In einem Workshop am Vormittag des 4. Februars wird ein weiterer wichtiger Aspekt diskutiert, der Auswirkung auf die Behandlungsqualität hat. "Materialqualität in der Chirurgie: Wo ist die objektive Messlatte?", lautet das Thema der Veranstaltung. Wie können Ärzte und Krankenhausmanager entscheiden, welche Materialien, z.B. Nähte und Klammernahtinstrumente sowie Implantate, in der Chirurgie verwendet werden sollen? Eine Gratwanderung nicht nur zwischen Wirtschaftlichkeit und Qualität, sondern auch zwischen dringend nötigen Materialprüfungen und rechtlich anfechtbarem Sponsoring oder gar Korruption.

Bei Rückfragen:
Studienzentrum der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (SDGC)
Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 110
D-69120 Heidelberg
Deutschland
Sekretariat
Telefon +49 - 6221 - 56 69 86
Fax +49 - 6221 - 56 69 88
E-Mail: sdgc@med.uni-heidelberg.de

Weitere Information und Veranstaltungsprogramm im Internet:
www.caq.uni-bonn.de

Anmeldung:
www.comed-kongresse.de

Journalisten sind herzlich eingeladen an der Tagung teilzunehmen!
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der Pressestelle des Universitätsklinikums Heidelberg.

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.med.uni-heidelberg.de/aktuelles/

Weitere Informationen:


Dr. Annette Tuffs, Universitätsklinikum Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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