Hilfe: Sie befinden sich auf...

Universitätsklinikum Heidelberg, 09.01.07

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Universitätsklinikum Heidelberg, 09.01.07

Mit dem Ohrgeräusch leben lernen

HNO-Universitätsklinik Heidelberg bietet "Retraining-Therapie" bei Tinnitus an

Die Hals-Nasen-Ohren-Universitätsklinik Heidelberg bietet eine neue Therapie zur Behandlung von störenden Ohrengeräuschen (Tinnitus) an: Die "Retraining-Therapie" macht den Patienten gegenüber seinem Ohrgeräusch unempfindlich. "Damit wird unser Therapiespektrum für Tinnitus-Patienten, das bereits die Musiktherapie in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Hans Volker Bolay vom Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung einschließt, nochmals erweitert", erklärt Professor Dr. Peter Plinkert, Ärztlicher Direktor der HNO-Universitätsklinik Heidelberg.


Tinnitus ist häufig: Rund 15 Prozent der Bevölkerung sind betroffen, knapp 40 Prozent leiden darunter mindestens einmal im Leben. Die Behandlung setzt möglichst an den Ursachen wie Erkrankungen des Ohrs, Mund-Kieferbereichs oder Halswirbelsäule an. Oft sind die Ursachen jedoch unbekannt; Lärm und Stress gelten dann als Auslöser. Tinnitus kann die Lebensqualität erheblich mindern und geht oft mit dem Gefühl der Hilflosigkeit einher. Psychische Folgen werden häufig als gravierender eingeschätzt als das Ohrgeräusch selbst.

Patienten erlernen Konzentration auf äußere Geräusche

"Tinnitusbewältigung bedeutet, dass der Patient seine empfundene Belästigung selbst reduziert und sich an das Ohrgeräusch gewöhnt", so Dr. Claudia Bäumer, Leiterin der neuen Sprechstunde zur "Retrainingtherapie". Normalerweise blendet das Gehirn bedeutungslose Laute aus. Bei Tinnitus-Patienten erreichen Ohrgeräusche jedoch das Bewusstsein und werden zum quälenden Begleiter.

Zu Beginn der "Retraining-Therapie" wird der Patient umfassend vom Arzt über den Tinnitus und die Vorgänge im Gehirn informiert, um Ängste und Stressreaktionen abzubauen. Im Laufe der Retraining-Therapie lernt er, sich wieder auf äußere Geräusche und alltägliche Beschäftigungen zu konzentrieren und die Wahrnehmung der Innengeräusche auszublenden. In der Patienten-Gruppe erlernt er zudem Techniken zur Stressbewältigung, z.B. Atemübungen. Negative Gedanken bei Wahrnehmung des Tinnitus wie "Jetzt ist er schon wieder da! ich kann ja nicht arbeiten wenn dieses Ohrgeräusch mich wieder stört!" sollen überkommen und positive, ablenkende Gedanken gefördert werden.

Die Sprechstunden zur Retraining-Therapie bei Frau Dr. Bäumer finden nach Vereinbarung statt. Interessenten melden sich bitte in der HNO-Klinik Heidelberg, Sekretariat Prof. Plinkert, Fr. Linke: Tel. 06221 / 56-6701.

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse


Dr. Annette Tuffs, Universitätsklinikum Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Vom Forschungsergebnis zum marktfähigen High-Tech-Unternehmen - Alles eine Frage des Geldes? 
 Zellwimpern rücken das Herz an den rechten Fleck