Hilfe: Sie befinden sich auf...

Charité-Universitätsmedizin Berlin, 03.08.00

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Charité-Universitätsmedizin Berlin, 03.08.00

Neues Kontrastmittel für MRT-Untersuchungen von Blutgefäßen

Auch für Herzkranzgefäß-Diagnostik geeignet

AUS DER MEDIZIN FÜR DIE MEDIEN 31 - 2000

Ein neuartiges Kontrastmittel zur Untersuchung von Blutgefäßen mit der sogenannten Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) ist am "Institut für Radiologie" der Charité in Kooperation mit der Firma Ferropharm entwickelt worden.
Die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) ist ein Untersuchungsverfahren zur Darstellung von Geweben, das ohne ionisierende Strahlen auskommt. Die Bildgebung beruht auf kurzfristiger Zustandsänderung von Atomkernen unter dem Einfluß eines Magnetfeldes. Diese nicht-strahlende Untersuchungstechnik hat sich insbesondere in der Diagnostik von Weichteilstrukturen sehr bewährt und entsprechend verbreitet. Dagegen ist die Darstellung krankhafter Veränderungen an Blut- und Lymphgefäßen - auch unter Einsatz von MRT-geeigneten Kontrastmitteln der konventionellen Darstellung mit Röntgenstrahlen unterlegen geblieben. Deshalb wird schon seit Jahren an der Entwicklung von Kontrastmitteln gearbeitet, die speziell geeignet sind, Gefäße mit der MRT-Technologie abzubilden.


Die wenigen bisher in der Entwicklung befindlichen Mittel arbeiten alle nach dem gleichen Prinzip: ein physikalisch wirksames, super-paramagnetisches Eisenoxydteilchen wird mit einer Membran ummantelt, die die biologischen Eigenschaften des Kontrastmittels bestimmt. Dieser Mantel besteht bei den bisher verfügbaren Kontrastmitteln aus Polymeren, insbesondere aus Dextran und dessen Derivaten. Dem Chemiker Dr. Herbert Pilgrimm ist jetzt die komplizierte Beschichtung von Eisenoxydteilchen mit Monomeren gelungen, eine Innovation, die er sich inzwischen auch hat patentieren lassen.
Als Monomer wurde Zitrat (Salz der Zitronensäure) benutzt. Die Vorteile der monomeren Umhüllung sind nach Darstellung von Obererarzt und Physiker Dr. Matthias Taupitz, der die entsprechende Arbeitsgruppe leitet, beachtlich:
· Da Zitrat eine körpereigene Substanz ist, sind Sensibilisierungen (Allergien) nicht zu erwarten.
· Die Beschichtung mit Monomeren ergibt volumenmäßig weitaus kleinere Partikel als die Umhüllung mit Polymeren. Monomer beschichtete Teilchen haben einen Durchmesser zwischen 2 und 10 Nanometern und sind deshalb auch für die Durchflutung kleinster Gefäße geeignet.
· Im Tierversuch sind Nebenwirkungen oder Beeinträchtigungen des Wohlbefindens der Tiere nicht beobachtet worden.
· Das neue Kontrastmittel hat sich bei Untersuchungen am Schwein, am Kaninchen und an der Ratte als hervorragend signalverstärkend erwiesen. Sogar von so kleinen Strukturen wie den Herzkranzgefäßen eines Kaninchens ergeben sich aussagefähige Bilder.
Dies läßt erwarten, daß sich das neue Kontrastmittel auch für die Darstellung krankhaft verenger Herzkranzgefäße des Menschen eignet. Entsprechende Tests (Phase I) sollen Anfang kommenden Jahres beginnen.

(Die bisher erzielten Ergebnisse der Untersuchungen werden in Kürze in der internationalen Zeitschrift "Journal of Magnetic Resonance Imaging" veröffentlicht. Teile davon (insbesondere von Tests am Schwein) sind am 16./17. Juni 2000 auf dem "3.Mainzer Kardio-MN-Symposium" vorgestellt worden.)

Silvia Schattenfroh
____________________________________________________________

Charité
Medizinische Fakultät der
Humboldt Universität zu Berlin

Dekanat
Pressereferat-Forschung
Dr. med. Silvia Schattenfroh
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

FON: (030) 450-70 400
FAX: (030) 450-70-940

e-mail: silvia.schattenfroh@charite.de


Dr. med. Silvia Schattenfroh, Charité-Universitätsmedizin Berlin
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Neues Kontrastmittel für MRT-Untersuchungen von Blutgefäßen 
 Humangenomprojekt: Erste Ergebnisse bei der Suche nach 'Krankheits-Genen' im Modell Maus