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Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)..., 20.09.07

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Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)..., 20.09.07

Neuer Therapieansatz - Thrombosemedikament gegen Gefäßentzündungen

Einen neuen Therapieansatz für die Behandlung von Gefäßentzündungen haben jetzt Herz-Kreislauf-Forscher der Franz-Volhard-Klinik der Charité - Universitätsmedizin und des Max Delbrück Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch entdeckt. Sie sind einem neuen Entzündungsmechanismus auf die Spur gekommen und konnten gleichzeitig nachweisen, dass er durch herkömmliche Medikamente, mit denen normalerweise Thrombosen von Herzkranzgefäßen (Koronargefäße) behandelt werden, geblockt werden kann. Die Studie von Dr. Birgit Salanova , Prof. Friedrich Luft und Prof. Ralph Kettritz ist von der Fachzeitschrift Journal of Biological Chemistry* Online als paper of the week ausgezeichnet worden. Die Redakteure des Onlinejournals küren damit aus jährlich über 6600 Publikationen jede Woche ein bis zwei, die sie als besonders wichtig erachten.

Entzündungen entstehen als Schutzreaktion des Gewebes, wenn Erreger oder Fremdkörper in den Organismus gelangen. Verschiedene Zellen gehen dabei mit bestimmten Mechanismen gegen die Eindringlinge vor: Blutplättchen zum Beispiel bilden Blutgerinnsel, um Wunden zu schließen. Weiße Blutzellen (Immunzellen) attackieren und zerstören Bakterien. Wie die Wissenschaftler jetzt herausfanden, arbeiten Blutplättchen und weiße Blutzellen jedoch manchmal auch zusammen, um Wunden zu heilen oder Infektionen zu bekämpfen.

Im Blutkreislauf setzen Blutplättchen Mikropartikel, auch Zellstaub genannt, frei; insbesondere bei Patienten, die an akuten Gefäßentzündungen oder Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße leiden. Dr. Salanova und Prof. Kettritz konnten erstmals zeigen, dass dieser Zellstaub in der Lage ist, Rezeptormoleküle freizusetzen, die dann auf der Zelloberfläche von weißen Blutzellen andocken. Das Rezeptormolekül Glykoprotein (GPIIb/IIIa) kooperiert dort mit Rezeptoren der Immunzellen. Dadurch setzt der Signalübertragungsweg NF-kappaB ein, der Entzündungsprozesse auslöst.

Wie die Forscher weiter zeigen konnten, hemmen ursprünglich für die Verhinderung von Koronarthrombosen entwickelte Medikamente das GPIIb/IIIa Rezeptormolekül auf den weißen Blutzellen. Damit wird die NF-kappaB Signalkaskade blockiert und demzufolge auch der Entzündungsprozess.

*beta2-integrins and acquired GPIIb/IIIa receptors cooperate in NF-?B activation of human neutrophils

Birgit Salanova, Mira Choi, Susanne Rolle, Maren Wellner, Friedrich C. Luft, and Ralph Kettritz

Ralph Kettritz, M.D., Division of Nephrology, Franz Volhard Clinic, Wiltbergstr. 50, 13125 Berlin, Germany, Phone: ++49-30-9417-2202, Fax: ++49-30-9417-2206, E-mail: kettritz@charite.de

Barbara Bachtler
Pressestelle
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
Robert-Rössle-Straße 10
13125 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 94 06 - 38 96
Fax: +49 (0) 30 94 06 - 38 33
e-mail: presse@mdc-berlin.de
http://www.mdc-berlin.de/ueber_das_mdc/presse/index.htm


Barbara Bachtler, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Thrombozyten oder Blutplättchen sind die kleinsten Zellen des Blutes. Es sind kernlose Zellen, die eine wichtige Rolle in der Blutgerinnung (Hämostase) spielen. Wie Erythrozyten sind Thrombozyten keine Zellen im klassischen Sinne, da sie mangels Erbinformation (DNA) nicht zur Teilung befähigt sind. Ihre Aufgabe ist die Thrombozytenadhäsion ("Thrombozytenanhaftung"), die Thrombozytenaggregation ("Vereinigung") zum Verschluss von verletzten Blutgefäßen sowie die Freisetzung zahlreicher gerinnungsfördernder Substanzen wie Gerinnungsfaktoren und Botenstoffe. Wikipedia


 

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Glykoproteine sind Makromoleküle, die aus einem Protein und einer oder mehreren kovalent gebundenen Kohlenhydratgruppen (Zuckergruppen) bestehen. Die Kohlenhydratgruppen werden gewöhnlich als posttranslationale Modifikation an Asparagin-, Serin-, Threonin- oder Hydroxylysin-Resten kovalent gebunden. Die gebundenen Kohlenhydratreste variieren stark in ihrer Größe und reichen von Monosacchariden über Di- und Oligosaccharide bis zu Polysacchariden. Der Kohlenhydratanteil in Glykoproteinen kann von wenigen Prozent (Ribonukleasen, Thyreoglobulin) bis zu 85 % (Blutgruppenantigene) betragen. Wikipedia


 
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Die Therapie (griech. θεραπεία „[Gottes-]Verehrung“) bezeichnet in der Medizin die Maßnahmen zur Behandlung von Krankheiten und Verletzungen. Ziel des Therapeuten ist die Heilung, die Beseitigung oder Linderung der Symptome und die Wiederherstellung der körperlichen oder psychischen Funktion. Verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung einer Krankheit werden oft als Therapieoptionen bezeichnet. Wikipedia


 

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