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Universitätsklinikum Heidelberg, 26.01.06

Neue Hoffnung bei schweren Pilzinfektionen

Tagung der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg am 3. Februar 2006 befasst sich mit neuer Arzneimitteltherapie für immungeschwächte Patienten

Für die meisten Menschen sind Pilze harmlose Erreger. Für Patienten, deren Immunsystem durch Erkrankungen oder Medikamente geschwächt ist, können sie zur lebensbedrohlichen Erkrankung werden. Schwere PiIzinfektionen sind nach wie vor ein Stiefkind der Medizin, denn bislang stehen kaum wirksame Mittel zur Verfügung.

Ein Symposium der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg am 3. Februar 2006 befasst sich mit dem neuen Anti-Pilzmittel (Antimykotikum) Posoconazol, das im vergangenen Jahr in Europa zugelassen wurde und das oft die letzte Chance bei hartnäckigen Pilzinfektionen bietet. Die Abteilung Hämatologie, Onkologie und Rheumatologie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Anthony Ho), die als bundesweitgrößtes Zentrum für Stammzelltransplantationen nach Blutkrebs hunderte immungeschwächte Patienten betreut, hat die Fachtagung organisiert.

"Jeder Fortschritt bei der Bekämpfung der Pilzinfektionen ist willkommen", erklärt Dr. Gerlinde Egerer, Oberärztin der Heidelberger Klinik. Gefürchtet sind vor allem Lungenentzündungen oder ein Befall von Leber oder Nieren.

Bislang sind die Heilungsraten bei immungeschwächten Patienten - dazu gehören vor allem Patienten nach Chemo- und Strahlentherapie oder mit der Immunschwächekrankheit Aids - gering. Auf Posoconazol, dies haben klinische Studien gezeigt, sprechen Patienten an, bei denen andere Mittel bereits unwirksam sind; die Überlebenszeit und die Rate der Heilungen konnte deutlicht gesteigert werden.

Tagungsort/Termin:
3. Februar, 14:30 bis 17:30

Im Neuenheimer Feld 306
Theoretikum
Hörsaal 2
69120 Heidelberg

Programm als PDF:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/pressestelle/pdf/Posaconazol_FLyer_kleiner.pdf

Ansprechpartner:
Dr. Gerlinde Egerer
Oberärztin Medizinische Klinik V
Telefon: 06221 / 56 8002
E-Mail: gerlinde.egerer@med.uni-heidelberg.de

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg


Dr. Annette Tuffs, Universitätsklinikum Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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