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Universitätsklinikum Heidelberg, 27.04.05

Milzbrand, SARS und Tollwutviren

Infektiologischer Arbeitskreis des Universitätsklinikums Heidelberg ist seit zehn Jahren in der Infektionsbekämpfung aktiv / Symposium am 29. / 30. April 2005

Immer öfter stehen sie im Rampenlicht der Öffentlichkeit: Milzbrand, SARS, Tollwutviren etc. sind brisante Themen für die Medien. Für die Kliniken sind sie eine ständige Herausforderung: Wie können unbekannte Erreger festgestellt werden? Gibt es Therapien oder Impfungen? Wie können Patienten, Mitarbeiter und die Bevölkerung geschützt werden?

Seit zehn Jahren setzt sich der Infektiologische Arbeitskreis des Universitätsklinikums Heidelberg ständig mit aktuellen Entwicklungen der Infektionsmedizin und klinischen Fällen auseinander und sorgt dafür, dass die Bedrohung durch Infektionen im Klinikum und in der Rhein-Neckar-Region aktiv angegangen wird. Dem Arbeitskreis gehören Ärzte, Wissenschaftler, Technische Assistentinnen und Pflegepersonal des Klinikum an, die sich mit der Diagnostik und Bekämpfung von Infektionen befassen. Ständige Teilnehmer sind auch die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar sowie niedergelassene Ärzte.


Am 29./ 30. April 2005 feiert der Arbeitskreis sein 10jähriges Bestehen. "In einem wissenschaftlichen Symposium behandeln Experten dieselben Themen wie bei der Tagung vor zehn Jahren, als der Arbeitskreis gegründet wurde", berichtet Professor Dr. Heiko Geiss, Leiter des Arbeitskreises und der Sektion Infektiologie im Hygiene-Institut des Universitätsklinikums Heidelberg.

Bei dem Symposium diskutieren Experten aus Deutschland und Heidelberg: Was hat sich getan bei der Ausbreitung und Bekämpfung der Tuberkulose? Wie können durch Krebserkrankung und Behandlung geschwächte Patienten gegen Infektionen geschützt werden? Und welche molekularbiologischen Umwandlungen unternimmt der Aidserreger HIV, um sich dem Angriff der Medikamente zu entziehen?

Neue Mittel gegen Viren und Bakterien, aber auch mehr resistente Erreger

"In den vergangenen Jahren hat die Infektiologie zum Teil dramatische Entwicklungen durchgemacht", resümiert Professor Geiss. Die Tuberkulose, vielen jungen Ärzten heute nahezu unbekannt, hat über die wachsende Zahl der Immigranten wieder Einzug in die Kliniken gehalten. Neue Virusmittel gegen HIV und Grippeviren mildern den Verlauf der Erkrankung. Schutzimpfungen gegen Windpocken und die durch Zecken übertragene Hirnhauterkrankung durch Viren bewahren vor Erkrankungen, die zu langfristigen schweren Beeinträchtigungen führen können. Hochpotente Antibiotika ermöglichen die Rettung schwerkranker Patienten auf der Intensivstation. Zur wachsenden Bedrohung sind jedoch vereinzelt Erreger geworden, die gegen fast alle Antibiotika resistent geworden sind.

Infektionsexperten und Hygiene-Fachleute sind heute im Krankenhaus unentbehrlicher denn je. Im Universitätsklinikum gehört das "infektiologische Konsil" deshalb zur Standardbehandlung: Professor Geiss und seine Mitarbeiter sind regelmäßig bei Visiten und Besprechungen in den Intensivstationen von Medizinischer und Chirurgischer Klinik dabei und planen gemeinsam mit Internisten, Intensivmedizinern und Chirurgen eine effektive Therapie.

Journalisten sind herzlich eingeladen, an der Tagung teilzunehmen!

Ansprechpartner:
Professor Dr. Heiko Geiss
Leiter der Sektion Infektiologie
Hygiene-Institut des Universitätsklinikums Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 83 16 (Sekretariat)
Heiko_Geiss@med.uni-heidelberg.de

Veranstaltungsprogramm im Internet:
http://idw-online.de/pages/de/event13757

Weitere Informationen:


Dr. Annette Tuffs, Universitätsklinikum Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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