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Medizinische Hochschule Hannover, 20.01.06

MHH ist in der Exzellenzinitiative eine Runde weiter

Präsident Professor Bitter-Suermann: Etappensieg untermauert Spitzenposition in der medizinischen Forschung

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat in der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern die erste Hürde genommen: Mit dem Modell der Graduiertenschule "Hannover Biomedical Research School" und den beiden Exzellenzclustern "Research Centre for Infectious Diseases: Form Host-Pathogen Interactions to Clinical Applications" sowie "From Regenerative Biology to Reconstructive Therapy" ist die MHH in die zweite und entscheidende Runde des Förderprogramms eingezogen. "Wir haben die Qualifikationsrunde erfolgreich überstanden und bereiten uns jetzt auf das entscheidende Turnier vor", betont MHH-Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann. "Der Etappensieg untermauert unsere Spitzenposition in der Forschung unter Deutschlands medizinischen Fakultäten." Egal wie die Endrunde ausgehe, werde die MHH all die eingereichten Projekte auf jeden Fall weiterführen.


Die seit zwei Jahren bestehende "Hannover Biomedical Research School" fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs in den Schwerpunkten molekulare Medizin und Infektionsbiologie. Mit der Förderung als Graduiertenschule innerhalb der Exzellenzinitiative könnte das Projekt forciert werden. Das Infektionsforschungszentrum (Exzellenzcluster "Research Centre for Infectious Diseases: Form Host-Pathogen Interactions to Clinical Applications") baut die MHH gemeinsam mit der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) derzeit im Gebäude des Max-Planck-Instituts neben dem MHH-Campus auf. Dort werden Grundlagenforscher und Kliniker gemeinsam nach neuen Strategien im Kampf gegen Infektionskrankheiten suchen. Die Förderung als Cluster würde das Projekt deutlich beschleunigen. In dem Exzellenzcluster "From Regenerative Biology to Reconstructive Therapy" beschäftigen sich Mediziner damit, Gene "umzuprogrammieren", die Krankheiten auslösen oder beeinflussen können. Zu diesem Thema hat bereits eine klinische Forschungsgruppe die Arbeit aufgenommen, ein Antrag auf Einrichtung eines Sonderforschungsbereichs ist in Vorbereitung.

Bund und Länder hatten am 23. Juni 2005 die Vereinbarung zur Exzellenzinitiative beschlossen. Ziel ist, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbarer zu machen. Der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) werden dafür von 2006 bis 2011 insgesamt 1,9 Milliarden Euro zusätzliche Mittel für drei Förderlinien

· Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
· Exzellenzcluster zur Förderung der Spitzenforschung
· Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung
zur Verfügung gestellt.

Gefördert werden sollen etwa 40 Graduiertenschulen mit jeweils durchschnittlich einer Million Euro pro Jahr und etwa 30 Exzellenzcluster mit jeweils durchschnittlich 6,5 Millionen Euro pro Jahr. Zudem wird ein pauschaler Zuschlag in Höhe von 20 Prozent der Fördersumme zur Deckung der mit der Förderung verbundenen indirekten Ausgaben bereitgestellt. Die Förderung in der dritten Förderlinie (Zukunftskonzepte) setzt die Einrichtung von mindestens einem Exzellenzcluster und mindestens einer Graduiertenschule voraus.

Vorgesehen ist nach dieser ersten noch eine weitere Ausschreibungsrunde, wobei die Bewilligungen für die zweite Runde im Jahr 2007 erfolgen sollen. Antragsberechtigt sind Universitäten. Die Beteiligung außeruniversitärer Einrichtungen ist erwünscht. Der Förderzeitraum beträgt jeweils fünf Jahre. Die Antragstellung erfolgt in zwei Stufen (Antragsskizzen und Vollanträge). Die Antragsskizzen werden im Rahmen international besetzter Gutachterausschüsse beurteilt.


Stefan Zorn, Medizinische Hochschule Hannover
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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