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Universitätsklinikum Mannheim, 22.06.07

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Universitätsklinikum Mannheim, 22.06.07

Mannheimer Chirurgen erhalten besonders detailreichen Einblick

Ein Chirurgen-Team des Mannheimer Universitätsklinikums während einer Operation mit dem neuen Kamerasystem.
Uniklinikum Mannheim

Blick in den Bauchraum mit unter anderem dem Zwerchfell (im Hintergrund), der Leber (links), dem Magen (links unten) und Fettgewebe des Bauchraums (rechts).
Uniklinikum Mannheim

Einen ungekannt detailgetreuen Einblick in den Körper des Patienten ermöglicht ein neues Kamerasystem, über das die Chirurgen des Mannheimer Universitätsklinikums verfügen. Eingesetzt wird das Gerät bei laparoskopischen Operationen, die unter dem Schlagwort "Knopfloch-Chirurgie" zunehmend an Bedeutung gewinnen. Bei solchen minimal-invasiven Eingriffen ist die bestmögliche Darstellung von Aufnahmen aus dem Körperinneren von großer Bedeutung, da eine Minikamera und Operationsinstrumente durch einen kleinen Schnitt in den Körper eingeführt werden und die Chirurgen den Eingriff anhand der auf einen Bildschirm übertragenen Bilder vornehmen.

Der besonders konturenscharfe Einblick in den Körper basiert auf der "High Definition TV"-Technologie. HDTV ist inzwischen ein fester Begriff für einen digitalen Fernseh-Standard, der aufgrund der hoch auflösenden Darstellung in mehr Bildschirm-Zeilen und -Linien die Aufnahmen besonders detailreich darstellt. Damit bietet diese Technologie eine bessere Bildqualität als herkömmliche Fernseh-Standards.

Mit dem Kamerasystem verbinden der Leitende Oberarzt Professor Dr. Peter Kienle und der Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Edward Shang zwei Erwartungen: "Zum einen gehen wir davon aus, dass wir minimal-invasive Operationen damit noch exakter und schneller durchführen können. Zum anderen dürfte es möglich werden, kompliziertere Operationen, die bislang als offene Operationen mit einem entsprechend großen Schnitt durchgeführt werden, aufgrund der verbesserten Sichttechnik ebenfalls laparoskopisch vorzunehmen." Für den Patienten bedeute dies einen weniger belastenden Eingriff, geringere Schmerzen, eine raschere Genesung und eine kleinere verbleibende Narbe.

Die laparoskopische Chirurgie hat in den letzten zwanzig Jahren die klassische Chirurgie grundlegend verändert. So wird zum Beispiel die Gallenblase meist nicht mehr über einen großen Bauchschnitt entfernt, sondern dank Kamera und speziellen Instrumenten über einen deutlich kleineren Schnitt. Selbst umfassende Operationen mittels minimal-invasiver Chirurgie wie zum Beispiel die Entfernung von Darmabschnitten oder auch Tumoroperationen sind in der von Professor Dr. Stefan Post geleiteten Chirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Mannheim inzwischen Routine.

Weitere Informationen:


Klaus Wingen, Universitätsklinikum Mannheim
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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