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Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität,..., 08.09.06

Lassa-Patient: Akute Lassa-Infektion ist überwunden

Nach nun mittlerweile 50 Tagen Behandlung in der Isolierstation der Universitätsklinik ist der Patient mit schwerer Lassa-Infektion seit über 14 Tagen nicht mehr intensivmedizinisch behandlungsbedürftig und alle virologischen Kontrolluntersuchungen zeigen auch seit dieser Zeit, dass er seine akute Lassa-Infektion überwunden hat und nicht mehr ansteckungsfähig ist. Folglich konnte auch vor einer Woche die strenge Isolationspflicht aufgehoben werden und der Patient wird wieder unter Berücksichtigung weniger Sicherheitsvorkehrungen wie ein "normaler" Patient auf einer Krankenhausstation behandelt.


Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Inkubationszeiten für eine Lassa-Infektion hat sich zudem gezeigt, dass es weder bei Mitreisenden in den Flugzeugen bei der Einreise, noch bei Begleitern der Krankentransporte, bei Ärzten und Pflegepersonal in Münster und - während der langen Zeit - in Frankfurt zu einer Übertragung des Virus und Lassa-Erkrankungen gekommen ist. Dies zeigt weiterhin, dass eine Lassa-Infektion viel weniger infektiös und schlechter von Mensch zu Mensch übertragbar ist als zum Beispiel SARS.
Gleichzeitig haben sich auch die strengen Sicherheits- und Isolationsmaßnahmen bewährt, da Infektionen vor allem bei sehr nahem Kontakt, wie er zur Intensivbehandlung erforderlich ist, auftreten und hier trotz langer Behandlung abgewendet werden konnten.

Wie nach vielen schweren, lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten, wie nach langer intensivmedizinischer Behandlung bedarf es auch nach einer solch schweren Lassa-Infektion, die bisher auch unter Bedingungen optimaler medizinischer Versorgung fast immer tödlich endeten, einer langen Zeit bis zur Erholung.

Da die akute Behandlung der Lassa-Infektion als abgeschlossen gelten kann, und es nun der Wunsch des Patienten und seiner Angehörigen ist, diese Rekonvaleszenz in Ruhe und unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu erleben und behandelt zu wissen, bitten die verantwortlichen Ärzte des Frankfurter Uniklinikums dafür um Verständnis, wenn sie keine weiteren Angaben mehr über Ort und Art der Behandlung des Patienten machen.

Der Vorstand des Frankfurter Klinikums bittet alle Medienvertreter außerdem um Verständnis für die ärztlichen Verpflichtungen gegenüber dem Patienten und bedankt sich gleichzeitig für die in solchen Fällen von der Presse oft nicht gewahrte Zurückhaltung.

Frankfurt am Main, 08. September 2006, 17.30 Uhr

Für weitere Informationen:

Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/M.
Fon (0 69) 63 01 - 77 64
Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de
Internet http://www.kgu.de


Ricarda Wessinghage, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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