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Universität zu Köln, 08.01.03

Laptops als Lebensretter

Laptops als Lebensretter
Einsatz von mobilen Computern

Durch den Einsatz von mobilen Computern steigt die Qualität der ärztlichen Behandlung. In der Notfallmedizin können Diagnoseinformationen vom Unfallort mittels elektronischer Datenübertragung bereits vor Eintreffen des Patienten im Krankenhaus abgerufen werden. Das Behandlungsteam kann sich so optimal auf die Behandlung des Notfallopfers vorbereiten. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Andreas Koop in einer Studie, die er am Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie der Universität zu Köln erstellt hat.


Laptops und mobile Kleinstrechner erleichtern den Zugang zu Nachschlagewerken und Referenzdatenbanken. Dadurch steigt die Qualität der individuellen Behandlung. Organisationshilfen beschleunigen die Arbeitsabläufe. Vor allem wird den Ärzten die detaillierte Dokumentation der Patientendaten erleichtert. Wo diese bisher einen großen Teil der ärztlichen Arbeitszeit beanspruchte, kann sie nun zeitnah vor Ort, also direkt am Krankenbett, geschehen.

Auch bei chronischen Krankheiten, zum Beispiel Diabetes, sieht der Kölner Medizin-Informatiker viele Einsatzmöglichkeiten für mobile Computer. So können die Patienten sie zur Therapieunterstützung nutzen. Beispielsweise kann mit Hilfe von Alarmgeräuschen an die Einnahme von Medikamenten erinnert werden. Dies ist besonders sinnvoll bei komplizierten Therapieplänen. Zudem können diagnostische Hilfen in elektronischer Form verwendet werden. Hierzu zählen Schmerztagebücher, die vom Patienten geführt werden und eine wichtige Informationsquelle für die Behandlung von Schmerzen sind.

Bei der Vernetzung des allgemeinen Gesundheitswesens können mobile Computer große Dienste leisten. Hierbei geht es vor allem um den Austausch von Daten, zum Beispiel zwischen Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäusern und Krankenkassen. Ein mögliches Beispiel für den Einsatz der mobilen Dienste sind elektronische Krankenakten. Sie würden, so Dr. Andreas Koop, dazu beitragen, die Zahl der Doppeluntersuchungen zu verringern und einen besseren Überblick über die langfristige Krankheitsgeschichte zu gewinnen. Auch die Kosten sinken, wenn bereits vorhandene Informationen genutzt werden können.

Der Kölner Medizin-Informatiker legt Wert darauf, dass die neuen Hilfsmittel nur dort eingesetzt werden, wo gegenüber den bisherigen Verfahrensweisen ein Mehrwert entsteht. Schulungen sind wichtig, da ansonsten die Akzeptanz der mobilen Computer sinkt und ein möglicher zusätzlicher Nutzen nicht zur Geltung kommt. In bereits vorhandene, eingeübte Arbeitsabläufe sollten die neuen elektronischen Verfahren möglichst integriert werden.

Verantwortlich: Dr. Wolfgang Mathias

Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Andreas Koop unter der Telefonnummer 0221/478-3460, der Faxnummer 0221/478-3465 und unter der E-Mail-Adresse Andreas.Koop@medizin.uni-koeln.de zur Verfügung.
Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web
(http://www.uni-koeln.de/organe/presse/pi/index.html).
Für die Übersendung eines Belegexemplars wären wir Ihnen dankbar.


Gabriele Rutzen, Universität zu Köln
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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