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Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 07.07.06

Krebsfrüherkennung soll verbessert werden

"Wir sind sehr froh, einen solch renommierten Forschungspartner wie die Johns Hopkins Universität als Partner gewonnen zu haben", erklärt der Dekan des Fachbereichs Medizin, Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban. "Die außerordentlichen und international anerkannten Forschungsaktivitäten im Bereich der Endoskopie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben den Grundstein für die Kooperation mit der JHU gelegt."

Die Partnerschaft konzentriert sich zunächst auf zwei Hauptforschungsbereiche: die Endomikroskopie und die Mini-Laparoskopie. Die Mini-Laparoskopie eröffnet minimal invasive Einblicke in den Bauchraum und erlaubt so eine schonende Leberdiagnostik. Dies ist vor allem für die frühzeitige Erkennung der Leberzirrhose wichtig. Am Mainzer Universitätsklinikum wurde die Mini-Laparoskopie bereits vor zehn Jahren etabliert. Dabei wurde die Miniaturisierung der Endoskopiesysteme sowie die schonende klinische Anwendung ganz wesentlich durch die Forschungen an der I. Medizinischen Klinik des Mainzer Universitätsklinikums vorangetrieben.


Die Endomikroskopie ist ein revolutionäres endoskopisches Verfahren, bei dem erstmals schon während der laufenden Dickdarmspiegelung eine Mikroskopie der Schleimhaut vorgenommen werden kann. "Dies ermöglicht erstmals, dass Krebszellen während der Endoskopie sicher erkannt und dadurch frühe Stadien von Dickdarmkrebs besser diagnostiziert werden können", unterstreicht Prof. Dr. Anthony Kalloo, Direktor Gastroenterologie und Hepatologie an der JHU die Bedeutung des Verfahrens.

Eine exakte und frühe Diagnostik ist für die verschiedensten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes - von Infektionen über Krebsvorstufen bis hin zu manifesten Krebserkrankungen - extrem wichtig. Dabei hat die Bildgebung im Bereich der gastrointestinalen Endoskopie in den letzten Jahren dank intensiver Forschung rasante Fortschritte gemacht. "Durch die kommenden gemeinsamen Projekte soll die Krebsfrüherkennung - des Dickdarms, der Speiseröhre und der Leber - weiter verbessert werden, um Patienten bessere Heilungschancen zu eröffnen", erläutert Prof. Peter Galle, Ärztlicher Direktor des Mainzer Universitätsklinikums und Leiter der I. Medizinischen Klinik. "Ziel der Partnerschaft ist es, mithilfe dieser neuen Methoden Krebsfrüherkennungsprojekte in Mainz und in Baltimore zu etablieren. Im weiteren Verlauf der Partnerschaft wollen wir auch in anderen forschungsintensiven Bereichen der Medizin kooperieren." Ferner soll ein Austausch von postgraduierten Studenten und medizinischen Mitarbeitern ins Leben gerufen werden. "Für die Johns Hopkins Universität haben internationale Partnerschaften einen hohen Stellenwert", erklärt Steven Thompson, Generaldirektor (CEO) und Vizepräsident (Senior Vice President) in Baltimore. "Die JHU erhofft sich durch den geplanten Wissenstransfer eine Stärkung der endoskopischen Krebsfrüherkennung."

Die Johns Hopkins Universität

Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) ist eine private Elite-Universität in Baltimore, USA. Sie wurde am 22. Februar 1876 gegründet. Ihren Namen erhielt sie von Mr. Johns Hopkins, der der Universität nach seinem Tod 1873 ein Erbe von 7 Mio. US-Dollar vermachte. Die JHU besteht aus acht akademischen Instituten - darunter die School of Medicine -, verteilt auf vier Standorte.

Weitere Informationen:
Dr. Renée Dillinger, Pressestelle,
Tel. 06131 / 17-7424, Fax 06131 / 17-3496,
E-Mail: presse@vorstand.klinik.uni-mainz.de


Petra Giegerich, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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