Hilfe: Sie befinden sich auf...

Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 15.03.05

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 15.03.05

Mit Immunzellen und Interleukin gegen Hautkrebs

Eine der Strategien im Kampf gegen den Hautkrebs besteht darin, das Immunsystem bei seinem Vorgehen gegen Tumorzellen zu unterstützen. Auf diesem Gebiet wird auch an der Hautklinik der Uni Würzburg geforscht. David Schrama aus dem Team von Professor Jürgen Becker hat für seine experimentellen Arbeiten nun den mit 5.000 Euro dotierten Egon-Macher-Preis verliehen bekommen.

David Schrama

Vergeben wird dieser Nachwuchsforschungspreis von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung, gestiftet wurde er von der 3M Medica GmbH. Die Auszeichnung würdigt nicht nur eine 2004 im "Journal of Immunology" erschienene Arbeit von Schrama. Vielmehr ist sie auch Anerkennung für seine bisherigen Forschungen: Der Biologe hat seit 1999 in teils hochrangigen Fachblättern 15 Veröffentlichungen vorgelegt, sieben Mal als Erstautor.

Schrama und seine Kollegen benutzen so genannte Dendritische Zellen, um dem Immunsystem bei der Abwehr von Hautkrebs auf die Sprünge zu helfen. Diese Zellen sind selbst Teil des Immunsystems. Sie erkennen Bakterien, Parasiten oder Krebszellen und feuern das Immunsystem zu einer verstärkten Aktivität an.


Die Wissenschaftler nun haben Dendritische Zellen mit Teilen von Hautkrebszellen beladen und sie dann Versuchstieren verabreicht. Diese Behandlung zeigte keinen großen Effekt, weder auf Hauttumore noch auf davon abstammende Lungenmetastasen. Bekamen die Nager anschließend aber den Botenstoff Interleukin-2 (IL-2) injiziert, der wiederum die T-Zellen des Immunsystems zur Arbeit antreibt, so fiel der Anti-Tumor-Effekt wesentlich stärker aus - allerdings nur gegen Lungenmetastasen.

Darum wollten die Forscher das IL-2 gezielter an seinen Einsatzort dirigieren. Sie koppelten es an Antikörper, die ausschließlich an den Tumoren der Haut andocken. "Die Antikörper sind so eine Art Taxi und bringen das IL-2 direkt ans Ziel", sagt Schrama. Als diese Variante nach der Behandlung mit Dendritischen Zellen angewandt wurde, bildeten sich die Hauttumoren deutlich zurück. Laut Schrama wird in den USA derzeit in einer Phase-I-Studie untersucht, wie gut Patienten eine Behandlung mit an Antikörper gebundenem IL-2 vertragen.

In ihrer preisgekrönten Arbeit haben die Wissenschaftler schließlich untersucht, wie sich diese Behandlungsformen auf das Gedächtnis des Immunsystems auswirken. Was sie dabei herausgefunden haben, ist nicht direkt für die Krebstherapie von Bedeutung, wohl aber für das allgemeine Wissen über die Vorgänge im Immunsystem:

David Schrama, Rong Xiang, Andreas O. Eggert, Mads Hald Andersen, Lars Østergaard Pedersen, Eckhart Kämpgen, Ton N. Schumacher, Ralph R. Reisfeld, Jürgen C. Becker: "Shift from Systemic to Site-Specific Memory by Tumor-Targeted IL-2", Journal of Immunology, Mai 2004, 172: Seiten 5843-5850.

Weitere Informationen: David Schrama, T (0931) 201-26756, Fax (0931) 201-26700, E-Mail: schrama_d@klinik.uni-wuerzburg.de

Hinweis: Ein pdf-File mit der Originalpublkation können Sie bei der Pressestelle der Uni anfordern, E-Mail: emmerich@zv.uni-wuerzburg.de


Robert Emmerich, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Regensburger Neurowissenschaftler tragen zu internationalem Durchbruch bei 
 Schwermetalle aus Keramikglasuren können die Gesundheit gefährden (BfR-Presseinformation Nr. 08/2005)