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Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen..., 06.11.07

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Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen..., 06.11.07

Hormonmangel schadet Gehirn

Experimentelle Studien belegen eindeutig diesen Nerven schützenden Effekt der Östrogene. "Epidemiologische Ergebnisse aus Klinik und Praxis sind dagegen widersprüchlich", sagt Professor Dr. med. Ludwig Kiesel, Sprecher der Sektion Reproduktionsbiologie und -medizin der DGE, Münster. Denn der natürliche Übergang in die Wechseljahre - einhergehend mit einem verringerten Östrogenspiegel - gefährdet das Gedächtnis nicht. Lässt eine Frau jedoch einen oder beide Eierstöcke operativ entfernen, gibt es Hinweise darauf, dass dies vor allem das episodische und verbale Gedächtnis beeinträchtigen kann: Die Erinnerung an Ereignisse, Fakten und Begriffe ist lückenhaft.


Neue Studien der Mayo Clinic in Rochester bestätigen dies jetzt: Wissenschaftler befragten insgesamt 2.327 Frauen, die sich zwischen 1950 und 1987 aus medizinischen Gründen einen oder beide Eierstöcke hatten entfernen lassen. Im Vergleich zu anderen gleichaltrigen Frauen zeigte sich, dass die Studienteilnehmerinnen später bedeutend häufiger an Gedächtnisschwund oder Schüttellähmung litten. Für Parkinsonismus im Alter erhöht sich das Risiko um 68 Prozent. Das Risiko steigt mit der Zahl der Jahre, die zwischen der Operation und dem natürlichen Alter des Eintritts in die Menopause liegen. Für vor dem 38. Lebensjahr operierte Frauen ist es am höchsten.

Den Auslöser für den schleichenden Verlust des Gedächtnisse gilt es noch zu finden: "Denn es bleibt unklar, ob die beobachteten kognitiven Defizite auf vaskuläre oder degenerative zerebrale Veränderungen zurückzuführen sind", sagt Dr. med. Petra Stute von der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikum Münster. Östrogene scheinen für den neuroprotektiven Effekt verantwortlich zu sein. Aber auch männliche Hormone spielen möglicherweise eine Rolle: "Letztendlich könnten ebenso die vom Ovar produzierten Androgene und Progesteron Einfluss auf die Kognition haben", so die Hormonexpertin.

Sowohl die Studie zu Parkinson als auch zu Demenz sei beeinflusst durch unterschiedliche Definitionen in der Literatur, verschiedene operative Vorgehen und die Praxis der Hormonersatztherapie im Beobachtungszeitraum. "Doch trotz einiger offenen Fragen, unterstützt die Studie die 'Hypothese eines kritischen Zeitfensters' der Neuroprotektion durch Östrogene", betont Professor Kiesel. Demzufolge scheint die therapeutische Gabe von Östrogenen während der Wechseljahre eine schützende, danach jedoch eher schädigende Wirkung zu entfalten.

Die vollständige Stellungnahme der DGE durch Professor Kiesel und Dr. Stute erhalten Vertreter der Medien auf Wunsch in der Pressestelle der DGE.

Studien:
"Increased risk of cognitive impairment or dementia in women who underwent oophorectomy before menopause" Neurology (69) 2007; 1074-1083.
"Increased risk of parkinsonism in women who underwent oophorectomy before menopause" Neurology 2007
W.A. Rocca, J.H. Bower, D.M. Maraganore, J.E. Ahlskog, B.R. Grossardt, M. de Andrade, L.J. Melton III

___________________

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O Bitte informieren Sie mich kontinuierlich über Themen der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE).

O Bitte schicken Sie mir die oben zitierte Stellungnahme als PDF.

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Kontakt für Journalisten:
Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)
Pressestelle
Anna Voormann
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Telefax: 0711/ 89 31-167
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Medizin - Kommunikation, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachges
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Estrogene oder Östrogene, auch Follikelhormone genannt, sind die wichtigsten weiblichen Sexualhormone aus der Klasse der Steroidhormone. Sie werden hauptsächlich in den Eierstöcken (Ovarien) in Follikel und Gelbkörper, zu einem geringeren Teil auch in den Nebennierenrinde produziert. Während der Schwangerschaft werden die Estrogene auch in der Plazenta gebildet. Auch Männer produzieren im Hoden kleine Mengen an Estrogenen; zudem wird ein gewisser Teil des Testosterons im Fettgewebe durch ein Enzym, die sog. Aromatase, in Estrogene umgewandelt. Wikipedia


 

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