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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, 22.11.07

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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, 22.11.07

Herzforschung: Preise für UKE-Wissenschaftler für Arbeiten zu Depression und zu Transplantation

Zwei Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sind für ihre Arbeiten ausgezeichnet worden: Dr. Christian Otte, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, für Arbeiten zum Zusammenhang zwischen Depression und Herzerkrankungen und Priv.-Doz. Dr. Sonja Schrepfer, Forschungslabor Universitäres Herzzentrum, für eine Arbeit zur Immuntherapie nach Herz- oder Lungentransplantation.

Dr. Christian Otte, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, hat auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde den mit 10 000 Euro dotierten "Wyeth-Forschungspreis Depression und Angst" erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm für Arbeiten zum Zusammenhang zwischen Depression und Herzerkrankungen verliehen.
Patienten, die an einer Depression leiden, weisen ein deutlich höheres Risiko auf, eine Herzerkrankung zu bekommen, beziehungsweise haben bei einer bestehenden Herzerkrankung eine schlechtere Prognose als nichtdepressive Patienten. Bisher sind die genauen Mechanismen, die dabei eine Rolle spielen, unklar.

In einer großen Studie mit mehr als 1000 Teilnehmern hatte Ottes Arbeitsgruppe belegen können, dass bei depressiven Herzpatienten die Ausschüttung der Stress-Botenstoffe Cortisol und Noradrenalin im Vergleich zu nichtdepressiven Patienten gesteigert ist. Von beiden Stoffen ist bekannt, dass sie den Verlauf einer Herzerkrankung ungünstig beeinflussen.
Darüber hinaus konnten die Wissenschaftler zeigen, dass Herzpatienten mit einer bestimmten Genvariante (der kurzen Version des Serotonin-Transporter-Gens) häufiger eine Depression entwickeln als Patienten, die diese Genvariante nicht aufweisen. Die Forscher wiesen zudem nach, dass diese Genvariante auch mit einer höheren Ausschüttung von Noradrenalin einhergeht, was wiederum zu einem schlechteren Verlauf der Herzerkrankung beitragen könnte.

Priv.-Doz. Dr. Sonja Schrepfer hat den mit 10 000 Euro dotierten "Rudolf Pichlmayr Preis" der Deutschen Transplantationsgesellschaft erhalten. Die Auszeichnung wurde ihr für eine Arbeit zur Immuntherapie nach Herz- oder Lungentransplantation verliehen.
Damit das Spenderorgan nicht vom Körper abgestoßen wird, muss ein Transplantierter lebenslang Immunsuppressiva einnehmen. Diese Medikamente schwächen das Immunsystem des Körpers und können starke Nebenwirkungen haben.
Schrepfer hatte untersucht, ob sich das Immunsystem eines Patienten unter Berücksichtigung seines individuellen Immunstatus durch speziell auf ihn zugeschnittene Medikamente und die zusätzliche Gabe von sogenannten Immunmodulatoren so weit verändern lässt, dass die Dosis der Immunsuppressiva verringert werden kann. Dabei hatte sie unter anderem herausgefunden, dass insbesondere die Gabe bestimmter Östrogene (Estrogenrezeptorbeta-Agonisten) die unerwünschte Bindung der weißen Blutkörperchen an die Gefäßkörperinnenwand reduziert.
Die Untersuchungen wurden am Institut für Immunologie und an der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie im Rahmen von Schrepfers Habilitationsarbeit durchgeführt. Zurzeit absolviert die bereits mehrfach ausgezeichnete Nachwuchswissenschaftlerin einen Forschungsaufenthalt an der Stanford University School of Medicine, USA.

Auf Wunsch mailen wir Ihnen gern Fotos der Preisträger.


Kathrin Herbst, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Cortisol, auch Hydrocortison (nicht zu verwechseln mit Cortison, der inaktivierten Form des Cortisol), ist ein Steroidhormon, das in der Zona fasciculata der Nebennierenrinde gebildet wird und zur Gruppe der Glucocorticoide gehört. Die Cortisolausschüttung wird durch Adrenocorticotropin (adrenocorticotropes Hormon, ACTH) aus dem Hypophysenvorderlappen stimuliert. Eine Überfunktion (Hypercortisolismus) führt zum klinischen Bild des Morbus Cushing, eine Unterfunktion (Hypocortisolismus) zum Morbus Addison. Kommt es zu einer angeborenen Störung der Enzyme, die zur Bildung von Cortisol aus Progesteron benötigt werden, beobachtet man ein androgenitales Syndrom. Wikipedia


 
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Depression (v. lat.: deprimere = „niederdrücken“), bezeichnet einen Zustand psychischer Niedergeschlagenheit der episodisch oder andauernd auftreten kann. Sie wird zu den affektiven Störungen gezählt. Verwendet werden auch Begriffe wie depressive Episode oder rezidivierende depressive Störung. Wikipedia


 
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Das Herz (lateinisch-anatomisch das Cor, griechisch-pathologisch die Kardia, καρδία oder latinisiert Cardia) ist ein muskuläres Hohlorgan, das den Körper durch rhythmische Kontraktionen mit Blut versorgt und dadurch die Durchblutung aller Organe sichert. Dabei arbeitet es genauso wie jede Pumpe, indem es die Flüssigkeit (Blut) ventilgesteuert aus einem Blutgefäß (Hohlvenen bzw. Lungenvenen, vgl. unten) ansaugt und durch ein anderes Blutgefäß (Truncus pulmonalis bzw. Aorta, vgl. unten) ausstößt. Wikipedia


 

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Noradrenalin, auch Norepinephrin (INN), ist einerseits ein Neurotransmitter des sympathischen Nervensystems und andererseits ein Hormon des Nebennierenmarkes. Es wirkt vorwiegend an den Arterien (Schlagadern) des großen Kreislaufes und führt über Aktivierung von Adrenozeptoren zu einer Engstellung dieser Gefäße und infolgedessen zu einer Blutdrucksteigerung. Noradrenalin wird im Peripheren Nervensystem von Sympathischen Nervenfasern ausgeschüttet. Wikipedia


 

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