Hilfe: Sie befinden sich auf...

Universitätsklinikum Heidelberg, 22.02.05

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Universitätsklinikum Heidelberg, 22.02.05

Der Heidelberger Patient war durch eine Impfung gegen Tollwut-Infektion geschützt

Ergebnis des Antikörper-Tests spricht für Impfschutz / Patient mit infizierter Spenderleber nach wie vor beschwerdefrei

Am 1. Januar 2005 wurde im Universitätsklinikum Heidelberg einem Patienten die Spenderleber transplantiert; Mitte Februar stellt sich heraus, dass das Transplantat von einer mit dem Tollwut-Virus infizierten Spenderin stammte.

Das Ergebnis eines Bluttests hat heute die Annahme der Ärzte bestätigt, dass der beschwerdefreie Patient bereits vor der Transplantation gegen Tollwut geimpft worden war und dadurch gegen eine Infektion durch das transplantierte Organ geschützt war.


"Wir sind erleichtert und froh für unseren Patienten", erklärte der Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg, Professor Dr. Eike Martin. "Wir können nun davon ausgehen, dass der Patient mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen glücklichen Umstand gerettet wurde."

"Dem Patienten geht es sehr gut", sagt der Heidelberger Transplantationschirurg Professor Dr. Jan Schmidt. "Das Transplantat funktioniert hervorragend."

Um festzustellen, ob eine solche Impfung in der Kindheit oder Jugend stattgefunden hatte, wurde am Referenzlabor für Tollwut-Infektionen am Universitätsklinikum Essen das Blutserum, das dem Heidelberger Patienten vor der Transplantation entnommen worden war, auf Antikörper gegen das Tollwut-Virus untersucht.

"Der hohe Gehalt an spezifischen Antikörpern in diesem Serum ist ein Beleg dafür, dass der Patient bereits vor der Transplantation einen Impfschutz hatte", erklärt der behandelnde Arzt, Privatdozent Dr. Peter Sauer. Bislang sei zudem das Tollwut-Virus weder im Speichel noch im Blut des Patienten nachgewiesen worden.

Erste Bluttests hatten in der vergangenen Woche bereits darauf hingewiesen, dass es einen bestehenden Impfschutz gab. Allerdings waren diese Blutproben erst vor wenigen Tagen entnommen worden, und der Patient war unmittelbar nach Bekanntwerden des Tollwutverdachtes geimpft worden, so dass der hohe Gehalt an Antikörpern kein Beweis für eine frühere Impfung war. "Wir können jetzt davon ausgehen, dass die Transplantation mit dem infizierten Organ wie eine Auffrischung der früheren Impfung gewirkt hat", erklärt Professor Dr. Helmut Fickenscher, Leiter der Virusdiagnostik im Heidelberger Hygiene-Institut.

Der Patient wird als Vorsichtsmaßnahme weiterhin mit Medikamenten behandelt und in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg überwacht.

Ansprechpartner:
Privatdozent Dr. Peter Sauer,
Medizinische Universitätsklinik Heidelberg
Tel: 06221 / 56 65 38

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.med.uni-heidelberg.de/aktuelles/


Dr. Annette Tuffs, Universitätsklinikum Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Strukturbiochemie: Blaulichttherapie für DNA-Schäden 
 Was beim Patienten ankommt: Ministerin Fischer eröffnet Clearingstelle Versorgungsforschung an der RUB