Hilfe: Sie befinden sich auf...

Medizinische Hochschule Hannover, 25.01.08

Ergänzend zum Artikel

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die Schlagworte zum Artikel klicken, um (andere) Artikel zu den jeweiligen Schlagworten anzuzeigen.
Auf der rechten Seite finden Sie ebenfalls Artikelinks und weitere Informationen zu den Schlagworten dieses Artikels.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Medizinische Hochschule Hannover, 25.01.08

Hannovers Implantat-Forscher eröffnen CrossBIT

800 Quadratmeter Laborfläche im Medical Park / MHH, Leibniz-Uni und TiHo wollen mit Verbund Wissentransfer fördern

Prof. Windhagen, Hannovers OB Weil, Prof. Haverich und Porf. Bitter-Suermann bei der CrossBIT-Eröffnung.

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die Leibniz Universität Hannover und die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover haben mit CrossBIT einen Verbund für Biokompatibilität und Implantatimmunologie in der Medizintechnik gegründet. Am Donnerstagabend, 24. Januar 2008, nahmen die Präsidenten der drei Hochschulen, der Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Dr. Josef Lange, Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil, die Forscher und geladene Gäste die 800 Quadratmeter Laborfläche im Medical Park in Betrieb.


"CrossBIT ist ein gelungener Beleg dafür, dass im Zukunftsland Niedersachsen erfolgreich geforscht und entwickelt werden kann, denn CrossBIT will in verschiedenen Schwerpunkten den Weg aus dem Labor bis hin zur Anwendung ebnen", erklärte Staatssekretär Dr. Lange. Oberbürgermeister Weil hob hervor, dass der Verbund anderen bedeutenden Kooperationsvorhaben in Hannover wie dem Exzellenzcluster "Rebirth" folgt. "CrossBIT ist ein weiterer bemerkenswerter Beitrag zur Profilierung der Wissenschaftsstadt Hannover", sagte Weil. "Es stellt ein wesentliches Verbindungsglied zwischen der Implantatherstellung und der Funktionalisierung auf der einen und der präklinischen Testung auf der anderen Seite dar", ergänzte Professor Dr. Henning Windhagen, einer der Leiter von CrossBIT und Direktor der Klinik für Orthopädie der MHH. CrossBIT hat eine Scharnierfunktion zwischen Forschungszentrum und Medizinprodukteprüfung.

"Unser besondere Stärke ist, dass wir die Grenzen von einzelnen Abteilungen oder Kliniken und sogar ganzer Universitäten auflösen und die Forscher dank CrossBIT über alle Grenzen hinweg Erfahrungen und Technologien austauschen", meinte Professor Dr. Axel Haverich, ebenfalls Leiter von CrossBIT und Direktor der MHH-Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie. "Das Ziel des neuen Verbundes ist es, den Wissenstransfer zu fördern, um aus den Aktivitäten der Forscher der Hochschulen mehr Kooperationen mit der Wirtschaft und Zulassungsanträge für die Anwendung am Patienten entstehen zu lassen", fasste Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann, Präsident der MHH, zusammen. CrossBIT ist ein Teil des zukünftigen Niedersächsischen Zentrums für Biomedizintechnik. Das Zentrum ist eine in Gründung befindliche Initiative als gemeinsame Einrichtung der drei hannoverschen Hochschulen. Das Land Niedersachsen ist um Unterstützung gebeten worden.

Ob Gelenkprothesen, Herzklappen, Innenohrelektroden, künstlicher Knorpel oder Messsensoren: Sämtliche Fremdmaterialien, die in den menschlichen Körper eingesetzt werden, müssen auf ihre Eignung und Ungefährlichkeit hin überprüft werden. Sie dürfen weder toxisch sein noch zu Gewebereaktionen führen, sie dürfen keine Allergien auslösen und auch keine genetischen Veränderungen hervorrufen. CrossBIT bündelt Experten mit technisch-medizinisch-wissenschaftlicher Kompetenz aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Aus der MHH sind beteiligt die Klinik für Orthopädie, die Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie, die Klinik für Unfallchirurgie, die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, die Klinik für Zahnärztliche Prothetik, die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, die Klinik für Neurochirurgie, die Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie sowie das Kompetenzzentrum Medimplant. Von der Leibniz Universität Hannover arbeitet bisher das Institut für Technische Chemie im Verbundzentrum mit, ebenso wie das Laserzentrum Hannover.

CrossBIT will in verschiedenen Schwerpunkten den Weg aus dem Labor bis hin zur Anwendung ebnen. Im Verbund werden die Grundlagen zur Biokompatibilität und zur Implantatimmunologie entwickelt. Dabei arbeiten die Gruppen aus den Hochschulen oder Kliniken fachübergreifend in Querschnittsbereichen zusammen. Die Organisation eines solchen Bereichs übernimmt jeweils ein Institut federführend. Forschungsschwerpunkte sind dabei kardiovaskuläre Implantate, orthopädische Endoprothesen, angiogene Knochenregeneration, Knochenschrauben und Platten, segmenteller Knochenersatz, Innenohrimplantate, Zahnersatz, neuroelektrische Schnittstellen, Herzklappenersatz, Biophotonik, Trägermaterial für die Gewebezüchtung, Biofilme oder Hautbanking.

In den Transferbereichen werden die marktrelevanten Entwicklungen dann hinsichtlich ihrer Biokompatibilität geprüft, also wie sie sich im Körper verhalten. Im Kompetenzzentrum Medimplant etwa werden Implantatmaterialien nach DIN ISO 10993 untersucht. Das Kompetenzzentrum GMP-Labor wiederum setzt sich zum Ziel, ein richtungsweisendes Konzept für die Herstellung von Tissue-Engineering-Produkten für den Klinikbereich zu erstellen. Das Kompetenzzentrum GLP-Labor soll sicherheitspharmakologische Untersuchungen bei Implantat-, Oberflächen- und Materialveränderungen durchführen. Unter dem Dach von CrossBIT sollen weitere Kompetenzentren mit standardisierten Abläufen entwickelt werden.

Der Verbund finanziert sich aus einer Landesförderung und Beiträgen der beteiligten Kliniken und Institute und steht weiteren Kooperationspartnern offen. Er ist in Sichtweite der MHH in der Feodor-Lynen-Straße 31 untergebracht.

Weitere Informationen erhalten Sie direkt bei CrossBIT, Tanja Hesse, Telefon 0511 532-8962, hesse.tanja@mh-hannover.de. Sie vermittelt Ihnen auch Interviewpartner.

Ein Foto von der Eröffnung können Sie in der MHH-Pressestelle bestellen, pressestelle@mh-hannover.de.

Weitere Informationen:


    Stefan Zorn, Medizinische Hochschule Hannover
    Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

    Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
    Kontaktscheue Mäuse 
     Das Immunsystem hat ein gutes Gedächtnis

    Klicken Sie auf die Schlagworte um weitere Links oder Infos dazu angezeigt zu bekommen

    Wikipedia Logo
    Als biokompatibel (gr. bios = Leben + kompatibel = verträglich) bezeichnet man Werkstoffe oder Baugruppen, die keinen negativen Einfluss auf Lebewesen in ihrer Umgebung haben. Wikipedia


     

    Wikipedia Logo
    Medizintechnik, auch biomedizinische Technik genannt, ist die Anwendung von ingenieurwissenschaftlichen Prinzipien und Regeln auf das Gebiet der Medizin. Sie kombiniert Kenntnisse aus dem Bereich der Technik, besonders dem Lösen von Problemen und der Entwicklung, mit der medizinischen Sachkenntnis der Ärzte, um die Krankenpflege, Rehabilitation und Lebensqualität gesunder Einzelpersonen zu verbessern. Als verhältnismäßig neue Disziplin besteht viel der Arbeit in der Medizintechnik aus Forschung und Entwicklung (F&E), z. B. in den folgenden Bereichen: Medizinische Informatik, Signalverarbeitung physiologischer Signale, Biomechanik, Biomaterialien und Biotechnologie, Systemanalyse, Erstellung von 3D Modellen etc. Beispiele konkreter Anwendungen sind die Herstellung biokompatibler Prothesen, medizinischer Therapie- und Diagnosegeräte, wie z. B. EKG-Schreiber und Ultraschallgeräte, bildgebender Diagnostik, wie z. B. Magnetresonanztomographie (MRT) und Elektroenzephalografie (EEG) und der Herstellung neuer Medikamente. Wikipedia


     
    Weitere Artikel zu "CrossBIT"

     

    Archiv

    Themen

    Schlagworte

    Anzeigen