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Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg, 11.05.07

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Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg, 11.05.07

Eine große Hilfe für kleine Patienten

McDonalds Kinderhilfe stiftet der Heidelberger Kinderorthopädie ein modernes Röntgengerät im Wert von 75.000 Euro

Der Radiologe Privatdozent Dr. Karl Ludwig (links) und Prof. Claus Carstens, Leiter Kinderorthopädie und Wirbelsäulenchirurgie, demonstrieren das neue Röntgengerät

Wenig Strahlung, hohe Auflösung, digital. Diese drei wesentlichen Vorzüge gegenüber herkömmlichen Röntgengeräten zeichnet das topmoderne, mobile Modell im Wert von 75.000 Euro aus, das jetzt die therapeutische Qualität im Bereich der Kinderorthopädie der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg weiter erhöht. Gestiftet wurde es aus Anlass ihres 20-jährigen Bestehens von der McDonalds Kinderhilfe, in deren Namen es Pressesprecherin Claudia von Bothmer am Donnerstag, dem 10. Mai, im Rahmen eines regionalen Pressemeetings offiziell der Klinik übergab.


Die McDonalds Kinderhilfe hilft schwer kranken Kindern und deren Familien. Dies geschieht durch den Bau und Betrieb von Ronald McDonaldHäusern, durch Hilfe für Einzelschicksale und, wie im vorliegenden Fall, durch die Unterstützung medizinischer Forschung und die Anschaffung medizinischer Apparaturen. Das Gerät stammt von der Firma Medical System GE GmbH und Co KG und kann Bilder innerhalb von Millisekunden in hoher Auflösung produzieren. Sie erscheinen deutlich auf zwei Monitoren. "Angesichts der zehn bis zwölf Millionen Euro, die wir in den nächsten Jahren in unsere Medizintechnik investieren müssen, hätten wir uns dieses Gerät nur schwerlich leisten können", sagte Dr. Hermann Elbert, der Kaufmännische Vorstand der Klinik, bei der Übergabe.

Heidelberger Kinderorthopädie hat umfangreiches Behandlungsspektrum

Die Kinderorthopädie der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg ist eine der ältesten und größten in Deutschland und verfügt über ein außergewöhnlich umfangreiches Behandlungsspektrum. "Das neue Röntgengerät wird maximal eingesetzt werden, das heißt an sieben Tagen in der Woche, um seine Leistung auch optimal zu nutzen", erklärte Prof. Dr. Claus Carstens, der Leiter der Sektion Kinderorthopädie und Wirbelsäulenchirurgie (Prof. Carstens ist auch Präsident der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft) bei der Demonstration des Apparates.

Privatdozent Dr. Karl Ludwig, der Leiter der Sektion diagnostische Radiologie, betonte: "Eine schwächere Röntgenstrahlung ist gerade bei Kindern wichtig, da diese nicht so hohe Strahlendosen vertragen wie Erwachsene." Großes Lob spendete die Klinikleitung der McDonald Kinderhilfe auch für die unkomplizierte und völlig unbürokratische Art, in der diese Spende schon nach kurzer Zeit erfolgte.

Verwendet wird das neue Röntgengerät bei stationären und ambulanten Patienten während der Operation, um die korrekte Lage von Implantaten oder Knochen zu überprüfen. Erleichtert wird den Chirurgen diese Kontrolle auch dadurch, dass das Gerät über keinerlei störende Verbindungsschläuche oder -kabel verfügt und mobil ist. Es lässt sich beliebig durch den Raum schieben und in alle gewünschten Positionen bringen.

Flexibler Einsatz im OP und hervorragende Bildqualität

"Diese flexible Anwendungsmöglichkeit sowie die hervorragende Bildqualität prädestinieren das Gerät in ganz besonderer Weise auch für Notfalloperationen, wenn also schnell und präzise diagnostiziert werden muss", nannte Prof. Carstens weitere Vorzüge des Apparates. Das System sei computergesteuert, so dass der Arzt dem Patienten seine volle Konzentration zuwenden könne und sich nicht mit technischen Regulierungen und Bedienungsmodalitäten befassen müsse.

Die Sektion Kinderorthopädie und Wirbelsäulenchirurgie der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg befasst sich mit der Erkennung, Verhütung und Behandlung von Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsapparates bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 16. Lebensjahr. Besondere klinische und wissenschaftliche Aufgabenschwerpunkte bilden angeborene Gliedmaßenfehlbildungen, Wirbelsäulendeformitäten, Hüftgelenkserkrankungen und Fußfehlformen.

Die Patienten werden während ihres stationären Aufenthalts in der Heidelberger Kinderorthopädie nicht nur von Ärzten und Krankenschwestern, sondern auch von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Psychologen, Erzieherinnen und Lehrern betreut. Mütter und Väter können nach vorheriger Absprache zur Betreuung ihrer Kinder mit aufgenommen werden. Mit der Einrichtung eines 1997 erstmals veranstalteten "Heidelberger Seminars für Kinderorthopädie" wird die Weiterbildung von Kollegen aus anderen Kliniken und Krankenhäusern gefördert.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. med. Claus Carstens
Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg
Schlierbacher Landstr. 200a, 69118 Heidelberg
Tel. 0 62 21/96 9393
Fax: 0 62 21/96 63 49
E-Mail: claus.carstens@ok.uni-heidelberg.de

Weitere Informationen:


Norbert Dörholt, Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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