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Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, 12.12.07

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Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, 12.12.07

Mehr als der Glaube: Probiotika wirken

Unser Darm ist ein komplexes Ökosystem. Dort leben riesige Mengen an Bakterien, die so genannte Darmflora. Sie hilft uns beim Verdauen der Nahrung. Die Oberfläche des Darms hat die Aufgabe, die Bakterien von unserem Körperinneren abzuschotten. Gelangen Mikroorganismen durch das Darmepithel in den Körper, kann es zu schweren Erkrankungen kommen. Bei chronischen Darmentzündungen ist dies der Fall. Astrid Westendorf: "Wir konnten an Mäusen mit defekter Darmoberfläche zeigen, dass die Einnahme von E. coli Nissle die Krankheitssymptome abschwächt. Probiotika wirken tatsächlich - nicht nur der Glaube daran."

Für ihre Erkenntnisse untersuchten Westendorf und Ukena Mäuse, die keine natürliche Darmflora besitzen. "Ein Teil dieser Mäuse erhielt mit dem Futter E. coli Nissle", erklärt Sya Ukena: "Bei diesen Tieren konnten wir nachweisen, dass vermehrt bestimmte Proteine gebildet werden, die den Zusammenhalt der Epithelzellen stärken. Bei der Vergleichsgruppe war das nicht der Fall."

Dieses erste Ergebnis überprüfte Ukena dann an Mäusen, die an Kolitis litten: Ihr Darm war chronisch entzündet; sie litten unter Durchfall, Flüssigkeitsverlust und verloren rasch Gewicht. Sya Ukena: "Nachdem diese Mäuse die Probiotika bekamen, verbesserte sich ihr Zustand dramatisch - der Durchfall ließ nach." Eine Analyse des Darmgewebes ergab auch hier: Die Epithelzellen hatten die Produktion derjenigen Proteine gesteigert, die ihren Zusammenhalt stärken.

"Unsere Arbeit eröffnet neue Perspektiven bei der Suche wirksamer Therapien chronischer Darmerkrankungen", ist sich Astrid Westendorf sicher: "Wir werden jetzt untersuchen ob sich Probiotika auch für die Behandlung weiterer chronischer Erkrankungen einsetzen lassen".

Weitere Informationen:


Dipl.-Biol. / Dipl.-Journ. Hanne, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Der Darm (lateinisch intestinum, altgriech.: έντερον, enteron) ist der wichtigste Teil des Verdauungstraktes von höheren vielzelligen Tieren einschließlich des Menschen. Im engeren Sinne erstreckt er sich nur vom Magenpförtner bis zum After. Er ist beim erwachsenen Menschen zirka 8 Meter lang und besitzt wegen der feinen Darmzotten eine Oberfläche von etwa 400 m² (Angaben sind hier sehr vage, da die Darmoberfläche mit der Körpergröße des Menschen variiert; je nach Quelle werden auch bis 500 m² genannt). Die davor liegenden Abschnitte sind die Mundhöhle, die Speiseröhre und der Magen. Wikipedia


 

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Als Darmflora wird die Gesamtheit der Mikroorganismen bezeichnet, die den Darm des Menschen wie von Tieren besiedelt und auch für den Wirtsorganismus von entscheidender Bedeutung ist - es herrscht somit ein Mutualismus. Wikipedia


 

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Ein Probiotikum ist eine Präparation aus lebensfähigen Mikroorganismen, die, in ausreichenden Mengen konsumiert, einen gesundheitsfördernden Einfluss auf den Wirt hat.[1] Am längsten angewendet werden probiotische Milchsäurebakterien, aber auch Hefen und andere Spezies sind in Gebrauch. Probiotika können als Zugabe in Lebensmitteln oder in Form von Arzneimitteln dargereicht werden. Abgegrenzt werden Probiotika von den Präbiotika, die eine positive Wirkung (Wachstumsanregung) auf bereits sich im Darm befindende Mikroorganismen haben, und den Synbiotika, einer Kombinationen aus beidem. Wikipedia


 

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