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Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, 31.03.08

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Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, 31.03.08

Genetische Marker für Gelenkkrankheit bei Hunden entdeckt

TiHo-Forscher stellen Forschungsarbeiten auf Tagung vor

Das Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover unter der Leitung von Prof. Dr. Ottmar Distl ist es gemeinsam mit dem Verein für Deutsche Schäferhunde (SV), der Gesellschaft zur Förderung kynologischer Forschung (GKF) und dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) gelungen, genetische Marker zu entwickeln, mit dem bei Deutschen Schäferhunden die Veranlagung für Hüftgelenkdysplasie (HD) festgestellt werden kann. Der Hüftgelenkdysplasie ist bei Hunden die bedeutendste Erkrankung der Bewegungsorgane. Sie kommt bei allen Rassen vor, ist bei großen und schnell wachsenden Rassen aber meist stärker ausgeprägt. Die Erbkrankheit äußert sich in einer Fehlentwicklung des Hüftgelenks und führt bei den Patienten zu starken Schmerzen während der Bewegung.


Am Mittwoch, 2. April 2008, ab 9:45 Uhr werden die Wissenschaftler ihre bisherigen Forschungsergebnisse
im Hörsaal des Instituts für Pathologie, Bünteweg 17
einem breiten Züchterpublikum und Tierärzten vorstellen. Zu der Tagung laden wir Sie herzlich ein.

Die molekulargenetische Aufklärung der Erkrankung dient zugleich als Modell um zu zeigen, wie es möglich ist, Krankheiten, die durch das Zusammenwirken vieler Gene und komplexer Stoffwechselvorgänge entstehen, mit molekulargenetischen Techniken zu bekämpfen. Durch die Anwendung des neuen Testverfahrens wird es möglich sein, selektiv zu züchten und so die vererbte Hüftgelenkdysplasie beim Hund zurückzudrängen. In der Fortsetzung wollen die Forscher neue Erkenntnisse über die Entstehung der Erkrankung gewinnen und so Ansätze für die Entwicklung neuer Therapieansätze und Vorsorgemaßnahmen erarbeiten.

Bei keinem anderen Haustier verfügen wir über ein so umfangreiches Wissen über Körpermerkmale, Verhaltenseigenschaften und erbliche Krankheiten wie beim Haushund. Rund hundert Krankheiten wurden inzwischen molekulargenetisch erforscht. Allerdings handelt es sich dabei ausschließlich um einzelne Gene, komplexe Erkrankungen wurden beim Hund bisher noch nicht mit molekulargenetischen Methoden aufgeklärt. Auch beim Menschen sind genetisch komplexe Krankheiten, wie beispielsweise Gelenk-, Herz- und Tumorerkrankungen, schwierig zu bearbeiten, der Hund kann hier als Modell für Erkrankungen beim Menschen stehen. Dafür spricht auch, dass Hunde eine sehr ähnliche Umwelt mit dem Menschen teilen und somit ähnlichen Umwelteinflüssen und Lebensbedingungen ausgesetzt sind wie der Mensch.

Der Präsident der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover Dr. Gerhard Greif wird zusammen mit dem Präsidenten des Vereins für Deutsche Schäferhunde Wolfgang Henke und Christofer Habig, Präsident des Verbands für das Deutsche Hundewesen, die Veranstaltung eröffnen.

Für weitere Informationen steht Ihnen gern zur Verfügung:
Prof. Dr. Ottmar Distl
Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung
Tel. (05 11) 9 53 88 75
E-Mail: ottmar.distl@tiho-hannover.de


Sonja von Brethorst, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Die Hüftdysplasie (alternative Bezeichnung: Hüftgelenkdysplasie; englisch hip dysplasia, developmental dysplasia of the hip, congenital dysplasia of the hip; Abkürzungen: CDH, DDH) ist eine Sammelbezeichnung für angeborene oder erworbene Fehlstellungen und Störungen der Verknöcherung (Ossifikation) des Hüftgelenks beim Neugeborenen. Die Hüftdysplasie kann dabei alleinstehend oder zusammen mit anderen angeborenen Fehlbildungen vorkommen. Die alleinstehende Hüftdysplasie ist erheblich häufiger anzutreffen und findet sich weitaus mehr bei Mädchen als bei Jungen. Es werden mehrere Faktoren als begünstigend oder teilweise verursachend angesehen: ein Faktor ist die Beckenendlage. Die Symptome der Hüftgelenksdysplasie sind zunächst Seitenungleichheit der Pofalten und Bewegungseinschränkungen der betroffenen Hüfte beim Strampeln. Ohne Behandlung kommt es bei schweren Formen zu bleibenden Schäden des Hüftgelenks mit Hinken, Gangstörungen und Schmerzen. Endzustand schwerer Formen ist die Hüftgelenksarthrose. Leichtere Formen weisen keine Schmerzen auf. Das Vorliegen einer Hüftgelenksdysplasie wird durch Einsatz vor allem der Sonographie, in selteneren Fällen des Röntgens und der Kernspin- oder Computertomographie gesichert. Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen ohne Operation durch Einsatz breiter Windeln und Wickeln oder Spreizhosen. Auch eine Ruhigstellung durch Spreizgips kann erforderlich sein. Die Notwendigkeit eines operativen Eingriffs besteht nur selten. Die Prognose der Hüftdysplasie ist seit Einführung des sonographischen Screenings im Neugeborenenalter erheblich verbessert worden. Wikipedia


 

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Schäferhunde sind ursprünglich von Schafhirten (Schäfern - siehe Schäferei) zum Hüten und Treiben der Schafherde eingesetzte Hirtenhunde. Hunde wurden dann auch speziell zu diesem Zweck gezüchtet und so entstanden Arbeitshund, die unter dem Begriff Schäferhunde zusammengefaßt werden. Bis heute gibt es Schäferhunde auch als Arbeitshunde der Schäfer. Aus den Arbeitshunden wurden später Hunderassen entwickelt. In Deutschland wird der Begriff häufig synonym für den Deutschen Schäferhund verwendet. Wikipedia


 

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