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Universitätsklinikum Mannheim, 15.01.05

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Universitätsklinikum Mannheim, 15.01.05

Gefragte Informationen zum Thema Brustkrebs

Großes Interesse hat der Informationstag des Interdisziplinären Brustzentrums am Mannheimer Universitätsklinikum gefunden - die Kurzvorträge über moderne Behandlungsstrategien bei einer Tumorerkrankung der Brust wurden live in einen zweiten Hörsaal übertragen, damit ausreichend Sitzplätze zur Verfügung standen. Über 250 Besucherinnen und Besucher waren am Samstag, 15. Januar, zu diesem Überblick über moderne Diagnose- und Therapiemöglichkeiten gekommen. Warum es so wichtig ist, gut über Brustkrebs informiert zu sein, erläuterte der Leiter des Brustzentrums und Direktor der Universitäts-Frauenklinik, Professor Dr. Dr. h.c. Frank Melchert, bei seiner Begrüßung: "Wir möchten, dass die Patientinnen mehr Eigenverantwortlichkeit haben, ihren Lebensraum aktiv gestalten und bei der Art der Therapie selbst mitentscheiden. Dies setzt Kenntnisse über die Brustkrebs-Erkrankung voraus, und dieses Wissen zu vermitteln ist ein wichtiges Anliegen des Informationstages."

Statistisch betrachtet wird jede zwölfte Frau irgendwann in ihrem leben mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Auf diese Zahl verwies Privat-Dozentin Dr. Adelheid Weiss, die als Stadträtin die Grüße der Stadtspitze und des Gemeinderates überbrachte. Die Leitende Oberärztin der III. Medizinischen Universitätsklinik schilderte, wie viele medizinische Fächer im Brustzentrum einbezogen werden, um eine individuelle Therapie für die einzelnen Patientinnen festzulegen. Diesem Aspekt widmete sich auch Professor Dr. Frederik Wenz, der Leiter der Sektion Strahlentherapie: Die Behandlung werde immer komplexer. Das Wirken der Ärzte könne man dabei mit einem Orchester vergleichen, in dem jeder Musiker sein Instrument im gemeinsamen harmonischen Zusammenspiel ausgezeichnet beherrschen müsse.

Nach einem Imbiss stand der Nachmittag dann im Zeichen vertiefender Informationen: In der Universitäts-Frauenklinik wurden zahlreiche Workshops angeboten, beispielsweise zu Techniken der Selbstuntersuchung, zur Lymphdrainage, zur Stärkung der Selbstheilungskräfte und des Immunsystems oder auch zur Farb- und Stilberatung. Firmen und Selbsthilfegruppen wie die Brustkrebs-Initiative "mamazone" und die Frauenselbsthilfe nach Krebs stellten sich an Informationsständen vor. Bei einem Expertenforum standen Mediziner für Fragen von Patientinnen zur Verfügung. Außerdem bestand die Möglichkeit, das von den entsprechenden Fachgesellschaften zertifizierte Interdisziplinäre Brustzentrum im Verlauf der angebotenen Führungen zu besichtigen.


Klaus Wingen, Universitätsklinikum Mannheim
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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