Hilfe: Sie befinden sich auf...

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und..., 07.06.06

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und..., 07.06.06

Frühlingserwachen im Aquarium

Das Seewolfpärchen des Helgoländer Aquariums hat Nachwuchs bekommen! Die vier kleinen Seewölfe werden am 10. Juni beim GEO-Tag der Artenvielfalt erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. Fortpflanzungserfolge bei diesen mit Furcht erregenden Zähnen ausgestatteten Fischen sind in Gefangenschaft nur selten zu beobachten.

Zwei Monate alte Seewölfe, circa fünf Zentimeter lang
Stefan Leusmann, Alfred-Wegener-Institut

Das Seewolfpärchen, das schon seit vier Jahren im Aquarium der Biologischen Anstalt Helgoland seine Runden dreht, hat erstmals für Nachwuchs gesorgt. Bereits Anfang November 2005 hatte das Weibchen die befruchteten Eier in der gemeinsam bewohnten Höhle abgelegt. Von da an war es von weiteren Mutterpflichten befreit und wurde energisch aus der Wohnhöhle vertrieben. Bei diesen Tieren sind nicht die Weibchen, sondern die Männchen für die Brutpflege zuständig. Es formt aus der Eimasse einen circa handballgroßen Eiballen, den er die folgenden 130 Tage hegt und pflegt. Während der gesamten Brutpflege nimmt das Männchen keine Nahrung auf und ist ständig damit beschäftigt, dem Gelege frisches Wasser zuzufächeln. Diese strenge Diät gewährleistet die uneingeschränkte Aufmerksamkeit für die Brut und stellt zudem sicher, dass der sich räuberisch ernährende Vater nicht auf den "Geschmack" kommt und den eigenen Nachwuchs auffrisst.

Über 2000 etwa zwei Zentimeter große Fischlarven sind nach rund vier Monaten im März 2006 geschlüpft. "Das Männchen wurde wenige Tage vor dem Schlupf zunehmend ungeduldiger und schien durch leichtes Zubeißen und Bewegen des Eiballens den entscheidenden Schlupfimpuls geben zu wollen", so Stefan Leusmann, Leiter des Aquariums. Angelockt vom ungewöhnlichen Verhalten des Männchens näherte sich auch das Weibchen immer häufiger und beobachtete neugierig das Treiben im Nest. Da es sich um die erste Seewolfnachzucht im Helgoländer Aquarium handelte, mussten die optimalen Aufzuchtbedingungen erst einmal ermittelt werden. "Eine zu hohe Wassertemperatur führte zu sehr hohen Sterblichkeiten in den ersten drei Wochen", berichtet der Biologe Leusmann. Inzwischen sind noch vier der vormals rund 2000 kleinen Seewölfe am Leben. Die überlebenden Jungwölfe sind jedoch mittlerweile 5 cm groß und kräftig und werden beim GEO-Tag der Artenvielfalt am 10. Juni zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert! Das Aquarium der Biologischen Anstalt Helgoland, die seit 1998 zum Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung gehört, kann an diesem Tag ab 10 Uhr bei freiem Eintritt besichtigt werden.
"Artenvielfalt an Küsten, Ufern und im Wasser" lautet das Thema des 8. GEO-Tages der Artenvielfalt, der am Samstag, den 10. Juni an der Nordsee stattfindet. Projektpartner der diesjährigen Veranstaltung ist das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. In einer 24-stündigen Bestandsaufnahme werden über 80 Expertinnen und Experten das Helgoländer Felswatt, Wattenmeer- und Küstenbereiche auf Sylt und bei Bremerhaven, sowie die offene Nordsee unter die Lupe nehmen. Die Tier- und Pflanzenarten in diesen einzigartigen Lebensräumen werden zu Fuß wie auch von Bord der Forschungsschiffe des Alfred-Wegener-Instituts erkundet. Mit dem Projekt möchten das Magazin GEO und das Alfred-Wegener-Institut die Bedeutung des Artenschutzes in Küstengebieten hervorheben und Menschen für die Natur vor ihrer Haustür begeistern.

Bremerhaven, den 06. Juni 2006
Bitte senden Sie uns bei Veröffentlichung einen Beleg.

Hinweise für Redaktionen: Ihr Ansprechpartner ist Stefan Leusmann (Tel. 04725/819 228; E-Mail: sleusmann@awi-bremerhaven.de). Ihre Ansprechpartnerin in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist Dr. Susanne Diederich (Tel. 0471/4831 1376; Email: sdiederich@awi-bremerhaven.de). Druckbare Bilder finden Sie auf unserer Webseite unter <http://www.awi-bremerhaven.de/AWI/ Presse/PM/index-d.html>
Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und in den Ozeanen der gemäßigten sowie hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der fünfzehn Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.


Dr Andreas Wohltmann, Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Forschungserfolg im "Verbund gegen bösartige Lymphome" 
 Graft-versus-host-disease: Immuntherapie mit speziellen Antikörpern