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Universitätsklinikum Heidelberg, 20.05.05

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Universitätsklinikum Heidelberg, 20.05.05

Fruchtbare Tage erkennen

Erweitertes Projekt der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg für Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch

Die Hormonambulanz der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg bietet Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch eine Beratung zur Bestimmung der fruchtbaren Tage an. Das Projekt ist nun auch für Patientinnen über 40 Jahre offen.

Ob eine Frau fruchtbar ist oder nicht, kann sie an vielfältigen Signalen erkennen. Mit Hilfe der Natürlichen Familienplanung kann erlernt werden, körperliche Veränderungen zu interpretieren und die fruchtbaren Tage im Zyklus um den Eisprung genau vorherzusagen. "Dadurch werden die Chancen für eine spontane Schwangerschaft erhöht und ein neuer Bezug zum eigenen Körper hergestellt", sagt die Leiterin des Projektes, Dr. Petra Frank-Herrmann, die schon langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Natürlichen Familienplanung hat.


"Durch die genauere Kenntnis des eigenen Zyklus können Frauen aktiv an der Planung von Untersuchungen mitwirken und sie ersparen sich unnötige Arzttermine zum falschen Zeitpunkt", erklärt die Fachärztin für Gynäkologie.

Dank guter Zwischenergebnisse Teilnehmerinnenkreis erweitert

Mit Hilfe der Natürlichen Familienplanung lernen Frauen sowohl bei regelmäßigen, als auch bei langen, kurzen oder unregelmäßigen Zyklen den Eisprung genau vorherzusagen, ohne Geld in teure Hilfsmittel investieren zu müssen. Die Teilnahme an dem Projekt begrenzte sich ursprünglich auf Patientinnen, die schon einen Termin in der Kinderwunschsprechstunde in der Universität Heidelberg vereinbart hatten. Durch die guten Zwischenergebnisse wurde aber beschlossen, das Projekt zu erweitern und es allen Frauen anzubieten, die seit mindestens einem Jahr unerfüllten Kinderwunsch haben. Ebenso besteht keine Altersgrenze mehr. Das Projekt ist nun auch für Patientinnen über 40 Jahre offen. Als Ausschlusskriterien gelten lediglich sehr lange Zyklen, d.h. wenn Frauen ihre Periode immer nur im Abstand von mehr als drei Monaten bekommen. Außerdem sollten die Teilnehmerinnen im Moment keine Hormonbehandlung für den Kinderwunsch durchführen.

Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig und kann jederzeit wieder beendet werden. Die Dauer des Projekts ist auf zwei bis sechs Monate angelegt, umfasst die Beobachtung von mindestens zwei Zyklen und beinhaltet insgesamt drei Termine in der Frauenklinik Heidelberg.

Wer an dem Projekt teilnehmen möchte, kann in der Hormonambulanz der Frauenklinik Heidelberg, Tel.: 06221 / 56 79 34, einen Termin bei Fr. Dr. Frank-Herrmann vereinbaren.

Das Projekt wird von der JUNG-STIFTUNG FÜR WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG gefördert.

Weitere Informationen:


Dr. Annette Tuffs, Universitätsklinikum Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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