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Fresenius AG, 12.12.06

Fresenius-Stiftung verleiht zum dritten Mal Else Kröner-Memorial-Stipendien

Bereits zum dritten Mal vergibt die Else Kröner-Fresenius-Stiftung die Else Kröner- Memorial-Stipendien. "Mit der Auslobung der Else Kröner-Memorial-Stipendien wird das Lebenswerk der Stifterin Else Kröner gewürdigt, die ihr gesamtes Vermögen der Else Kröner-Fresenius-Stiftung zur Förderung der medizinischen Wissenschaft, der Ausbildung von jungen Ärzten und karitativen Zielen hinterließ", so Vorstand Dr. Gabriele Kröner. "Es handelt sich um attraktive Förderstipendien, die es talentierten forschenden Medizinern unter Freistellung von der täglichen Klinikroutine in einem Zeitraum von zwei Jahren erlauben sich an einer deutschen Universitätsklinik ausschließlich ihren wissenschaftlichen Zielen zu widmen".

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung übernimmt für 2 Jahre die Personalkosten des Stipendiaten bis zu einem Betrag in Höhe von ¤ 70.000,00 p. a. Zusätzlich können für diesen Zeitraum konkrete Projektmittel (Personal- und Verbrauchsmittel) bei der Else Kröner-Fresenius-Stiftung beantragt werden.

Die Preisträger der Else Kröner-Memorial-Stipendien 2006 sind:

Dr. Andreas Bender, Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinikum
Großhadern, Neurologische Klinik und Poliklinik


Dr. Jan Kielstein, Medizinische Hochschule Hannover, Zentrum für Innere
Medizin, Abteilung Nephrologie

Dr. Axel Schambach, Medizinische Hochschule Hannover, Zentrum für
Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Abteilung Pädiatrische Hämatologie und
Onkologie

Dr. Andreas Bender befasst sich mit dopaminergen Hirnstammneuronen von Parkinsonpatienten. Bei diesen können bis über 50% der mitochondrialen DNA durch Deletionen geschädigt sein. Mit Einzelzellmethoden werden die Ursachen und das Verteilungsmuster dieser DNA-Schädigung im menschlichen Gehirn untersucht werden. Durch Quantifizierung der Deletionen in Zellkultur und Tiermodell soll eine Testplattform für die Überprüfung neuroprotektiver Therapien etabliert werden.

Ziel der Studie des Preisträgers Dr. Jan Kielstein ist es, den Verlust von Aminosäuren bei der chronischen Hämodialyse aus dem Blut ins Dialysat zu verhindern, bei der bis zu 10% der mit der Nahrung aufgenommenen essentiellen Aminosäuren entfernt werden. Durch Anreicherung des Dialysats mit L-Arginin soll erreicht werden, den Verlust dieser für die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) wichtigen Aminosäure zu verhindern. Der Effekt dieser intervenierenden Maßnahme auf Gefäßsteifigkeit und zerebrale Durchblutung von Dialysepatienten soll mittels Pulswellengeschwindigkeit und Kernspinntomographie untersucht werden.

Die Forschungsarbeiten von Dr. Axel Schambach zum Thema "Biologische Sicherheit und Anwendung lentiviraler Vektoren in Forschung und Klinik" sollen helfen, die möglichen Risiken einer lentiviralen Gentransfers besser abschätzen zu können und sicherere, effiziente Vektoren für die Therapie von angeborenen Gendefekten wie beispielsweise Immunschwächen und Enzymmangelerkrankungen zu etablieren.

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Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Bad Homburg v.d.H. Stiftungszweck sind die Förderung klinischer Forschung und humanitärer Hilfsprojekte sowie die Ausbildung junger Ärzte, Krankenpflegpersonal, begabter Schüler und Studenten. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung hat bis dato 600 Einzelprojekte unterstützt mit einem Gesamtbetrag in Höhe von rund 60 Millionen Euro. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung wurde im Jahr 1983 von Else Kröner geb. Fernau gegründet, die mit ihrem Tod im Jahr 1988 ihr gesamtes Vermögen der Else Kröner-Fresenius-Stiftung zuwendete.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Dr. Gabriele Kröner
Vorstand Wissenschaftsverwaltung
Tel.: 0 81 51 / 555 12 62
Fax: 0 81 51 / 555 12 66
E-Mail: ekfs@drkroener.de

Weitere Informationen:


Dr. Bernd Ebeling, Fresenius AG
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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