Hilfe: Sie befinden sich auf...

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, 15.01.08

Ergänzend zum Artikel

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die Schlagworte zum Artikel klicken, um (andere) Artikel zu den jeweiligen Schlagworten anzuzeigen.
Auf der rechten Seite finden Sie weitere Informationen zu den Schlagworten dieses Artikels.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, 15.01.08

Forschungspreise für UKE-Wissenschaftler

Für Forschungsarbeiten zu Kopf-Hals-Tumoren, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Zahnprothetik sind vier Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) ausgezeichnet worden.

Dr. Djordje Atanackovic, II. Medizinische Klinik, hat den mit 5000 Euro dotierten Wissenschaftspreis der "Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals" erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm für einen wichtigen Forschungsschritt auf dem Weg hin zu einer Impfung gegen Kopf-Hals-Tumoren verliehen.
Seine Arbeitsgruppe hatte eine Reihe von Eiweißen (Proteinen) identifiziert, die nur in Kopf-Hals-Tumoren und nicht in gesundem Gewebe vorkommen. Dies könnte neben einer verbesserten Diagnostik auch zu der Entwicklung einer Immuntherapie führen: Ließen sich die Immunzellen des Körpers durch eine Impfung mit künstlich hergestellten Varianten dieser Proteine dazu anregen, die Tumorproteine anzugreifen, würde das zur Bekämpfung des Tumors beitragen. Gedacht ist zunächst an einen Einsatz bei Patienten nach der Operation eines Kopf-Hals-Tumors, um einem Rückfall vorzubeugen.

Die Forschungsergebnisse wurden auch in der international renommierten Fachzeitschrift "Cancer Biology & Therapy" veröffentlicht.

Dr. med. Ralf A. Benndorf und Dr. rer. nat. Edzard Schwedhelm, Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, haben von der Deutschen Hochdruckliga/Deutschen Hypertoniegesellschaft den mit 5000 Euro dotierten Dieter-Klaus-Förderpreis für die Hochdruckforschung erhalten. Die Auszeichnung wurde ihnen für die Aufdeckung von Vorgängen bei der Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verliehen.
Bei Patienten mit einem hohen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (zum Beispiel bei Rauchern, Diabetikern oder Menschen mit Bluthochdruck) finden sich verstärkt bestimmte oxidierte Fettsäuren, sogenannte Isoprostane, im Urin. Die Arbeitsergebnisse der UKE-Forscher deuten nun darauf hin, dass diese Isoprostane nicht nur als Marker für diese Erkrankungen dienen, sondern als Botenstoffe selbst zum Krankheitsgeschehen beitragen: Sie hemmen verschiedene Komponenten der Blutgefäßbildung, wie zum Beispiel die Wanderung der Zellen der Gefäßinnenwand oder die Bildung der Kapillarröhren, und können so möglicherweise den Verlauf der Herzerkrankung negativ beeinflussen.

Michel Alai-Omid, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, hat im Wettbewerb um den DGZMK-Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) den dritten Platz belegt und 1000 Euro Preisgeld erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm für eine Untersuchung zur Zerstörung von Zahnsubstanz durch körpereigene Enzyme verliehen.
Durch Karies, aber zum Beispiel auch durch die Verwendung von säurehaltigen Materialien während zahnärztlicher Füllungstherapien können bestimmte körpereigene Enzyme (MMP) aktiviert werden. Diese setzen Prozesse in Gang, durch die das Kollagen, ein Bestandteil der Zahnsubstanz, zerstört wird. In Laborversuchen hatte Alai-Omid verschiedene Wirkstoffe gefunden, mit denen sich die betreffenden Enzyme besser unterdrücken lassen als mit den bisher bekannten MMP-Hemmern. Die Arbeit liefert Ansatzpunkte für eine künftige klinische Anwendung.

Auf Wunsch mailen wir Ihnen gern Fotos der Preisträger.

Weitere Informationen:


    Maren Puttfarcken, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

    Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
    Trickreiche Tumorviren: Epstein-Barr Viren verändern die Eigenschaften eines Signalproteins ihrer Wirtszellen 
     Bezug der Stoffwechselenergie des Clostridium kluyveri erforscht

    Wikipedia Logo
    Unter HNO-Karzinomen, auch als Kopf-Hals-Karzinome bezeichnet, versteht man eine Gruppe bösartiger (maligner) Tumoren, die im Kopf-Hals-Bereich ihren Ursprung haben. Die Malignome im Kopf-Hals-Bereich weisen, in Abhängigkeit vom Ort ihrer Entstehung, individuelle Besonderheiten auf. In der Mehrzahl handelt es sich um Plattenepithelkarzinome.[1] Die meisten bösartigen Tumore im Kopf-Hals-Bereich werden erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt, was zu einer erheblichen Verschlechterung der Prognose führt. Wikipedia


     

    Archiv

    Themen

    Schlagworte

    Anzeigen