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Technische Universität Ilmenau, 29.05.01

Feuertaufe für mobiles Unterwasserfahrzeug "Seebär"

Das Taucherassistenzsystem "Seebär" wird am 7. und 8. Juni erstmals in der Talsperre Heyda (Nähe Ilmenau) erprobt. Das operatorgeführte Unterwasserfahrzeug ist in zweijähriger Forschungsarbeit der TU Ilmenau und ihrer Partner entwickelt worden. Es soll künftig für Missionen bis zu 300 Metern Tief zur Inspektion von Flussläufen, Talsperren, Küstengewässern und Wasserbauten eingesetzt werden, insbesondere für Aufgaben, die aus gesundheitlichen und Gründen der Sicherheit nicht von Tauchern ausgeführt werden können.



Das mobile Unterwasserfahrzeug, das Taucherassistenzsystem "Seebär", wird erstmals in der Praxis erprobt.Das unter der Projektleitung von Professor Jürgen Wernstedt, Institut für Automatisierungs- und Systemtechnik der TU Ilmenau gemeinsam mit dem Fraunhofer Anwendungszentrum Systemtechnik Ilmenau und der Firma SEI system engineering GmbH ilmenau in zweijähriger Forschungsarbeit entwickelte und von der auftraggebenden Firma STN ATLAS Elektronik GmbH Bremen gefertigte erste operatorgeführte Unterwasserfahrzeug "Seebär" wird am 7. und 8. Juni in der Talsperre Heyda (Ilmkreis) der "Feuertaufe" unterzogen (Termine siehe unten).

Das elektrisch getriebene und über Lichtleitkabel geführte Unterwasserfahrzeug soll künftig im Rahmen von Kooperationsverträgen mit der Bundesanstalt für Wasserbau, Dienststelle Ilmenau, und der Thüringer Talsperrenverwaltung Tambach-Dietharz deutschlandweit zur Inspektion von Flussläufen, Kanälen, Talsperren, Küstengewässern und Wasserbauten eingesetzt werden. Die jetzige Anfangsausstattung erlaubt Missionen bis zu einer Tiefe von 300 m und einer Entfernung von 1000 m vom Leitsystem und Operateur. Bildgebende Systeme (Farbkamera, Sonar) gestatten die Inspektion der Zielgebiete bzw. Zielbauten. Fünf Antriebe verleihen dem Seebär eine maximale Geschwindigkeit von ca. 6 Knoten.
Das mobile Unterwasserfahrzeug "Seebär" ergänzt und erweitert auf sehr effektive Weise die anspruchsvolle Arbeit von Tauchern wesentlich. Gleichzeitig wird es in Bereichen unter Wasser eingesetzt, in denen Menschen aus gesundheitlichen und aus Gründen der Sicherheit nicht agieren können.
In naher Zukunft zu realisierende Arbeiten zur Erweiterung der Fähigkeiten des mobilen Unterwassersystems sind z. B. die Integration eines Lasermesssystems sowie von Ultraschallsensoren. Mit dem Einsatz und der Erprobung des "Seebär" wird das Projektteam der Technologieregion Ilmenau und der STN-ATLAS Elektronik GmbH Bremen einen internationalen Spitzenplatz einnehmen. Neben dem technologischen Spitzenniveaus der STN ATLAS Elektronik GmbH auf dem Gebiet unbemannter Wasserfahrzeuge wird darüber hinaus, insbesondere durch die Entwicklung neuer Strategien für die Steuerungsebenen Mission, Manöver und Autopilot durch das Institut für Automatisierungs- und Systemtechnik der TU Ilmenau, diese Stellung noch weiter verbessert werden.
Die gesammelten guten Erfahrungen der Projektteams aus der Technologieregion Ilmenau unter Leitung von Professor Wernstedt in der Zusammenarbeit mit der STN ATLAS Elektronik GmbH Bremen zur Entwicklung von Strategien zur Führung unbemannter Unterwasserfahrzeuge wird in den kommenden Jahren durch Arbeiten zur Entwicklung unbemannter autonomer Systeme fortgesetzt und intensiviert. Die große Herausforderung der Autonomie besteht u.a. in den Umweltbedingungen (große Tiefe, Strömungen u.a.), der begrenzten Energiemengen, der fehlenden Kommunikationsmöglichkeit mit dem Unterwasserfahrzeug und der daraus resultierenden Systemfähigkeit zum eigenen Handeln aufgrund nicht vorhersehbarer Situationen.

Termine für die Präsentation:

Zur Präsentation des ferngesteuerten Unterwasserfahrzeuges K-Fisch/Seebär laden wir Sie und Ihr Team zu einem der genannten Termine an die Talsperre Heyda (ca. 5 km von Ilmenau) am 7.6.2001 bzw. am 8.6.2001 recht herzlich ein. Um die zahlreichen Wünsche möglichst individuell und gleichzeitig aber effektiv zu erfüllen bieten wir Ihnen folgende Termine an:

07.06.2001
* 10:00 Uhr
* 14:00 Uhr

08.06.2001
* 10:00 Uhr
* 14:00 Uhr.

Die Termine beinhalten eine inhaltliche Vorstellung des Projektes und Fahrmanöver in der Talsperre Heyda. Wir bitten Sie um eine kurzfristige Rückinformation zur Abstimmung Ihrer Terminplanung

Tel.: 03677/ 69-2814
Fax: 03677/ 69-1434
e-mail: mandy.assinner@systemtechnik.tu-ilmenau.de

Die Anreise zur Talsperre Heyda ist aus unten stehender Skizze ersichtlich. In unmittelbarer Nähe des Präsentationsortes besteht die Möglichkeit zur Übernachtung und Versorgung.


Wilfried Nax M. A., Technische Universität Ilmenau
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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