Hilfe: Sie befinden sich auf...

Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V., 22.02.07

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V., 22.02.07

Erdnussförmige Nanogebilde

Anisotrope Palladiumsulfid-Cobaltsulfid-Palladiumsulfid-Nanopartikel

Winzige Eicheln, die paarweise zu Mini-Erdnüssen verschmelzen - japanischen Forscher ist es gelungen, erdnussförmige Nanopartikel herzustellen, die aus zwei verschiedenen schwefelhaltigen Substanzen zusammengesetzt sind: Die beiden Enden der "Erdnüsse" bestehen aus Palladiumsulfid, die Mitte aus Cobaltsulfid, wie die Wissenschaftler um Toshiharu Teranishi in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten.

Anders als bei "normalgroßen" Körnchen entscheiden bei anorganischen Partikeln im Nanomaßstab strukturelle Charakteristika, wie Form und Größe, ganz maßgeblich über die physikalischen und chemischen Eigenschaften dieser winzigen Gebilde. Entsprechend hoch ist das Interesse an Verfahren, mit denen solche Partikel kontrolliert hergestellt werden können.


Besonders interessant wird es, wenn Nanopartikel aus zwei verschiedenen Substanzen bestehen sollen, etwa um zwei verschiedene Funktionalitäten, z.B. Lumineszenz und Magnetismus, in einem Körnchen zu vereinen. Bisherige Synthesewege ergaben entweder ein zufälliges, ungeordnetes Gemisch oder definierte Kern-Schale-Strukturen, bei denen die eine Substanz gleichmäßig auf Kerne aus der anderen Substanz aufwächst. Vor wenigen Jahren gelang es einem Team um Teranishi dann aber, Partikel mit einer ungleichmäßigen Verteilung zweier Substanzen, Palladiumsulfid und Cobaltsulfid, zu synthetisieren. Winzige, nur wenige Nanometer messende Körnchen aus nichtkristallinem Palladiumsulfid dienen dabei als Kristallisationskeime für kristallines Cobaltsulfid. Haben sich erst einmal einige Cobaltsulfid-Teilchen auf dem Keim niedergeschlagen, ist dies die bevorzugte Stelle für weiteres Kristallwachstum, der Cobaltsulfid-Kristall wächst dadurch seitlich auf das Palladiumsulfid-Körnchen auf. Dabei entstehen eichelförmige Gebilde, deren eines Ende aus Palladium- und deren anderes Ende aus Cobaltsulfid besteht.

Nun geht das japanische Team noch einen Schritt weiter: Werden die Bedingungen richtig gewählt, lassen sich diese winzigen "Eicheln" dazu bringen, paarweise zu aggregieren. Dabei wachsen die kristallinen Cobaltsulfid-Seiten der Eicheln regelrecht zusammen zu einem durchgängigen Kristallgitter. Es entstehen längliche, taillierte Partikel, deren Form an eine Erdnuss erinnert.

Angewandte Chemie: Presseinfo 08/2007

Autor: Toshiharu Teranishi, University of Tsukuba (Japan), http://www.chem.tsukuba.ac.jp/teranisi/member-e.html

Angewandte Chemie 2007, 119, No. 10, 1743-1745, doi: 10.1002/ange.200603865

Angewandte Chemie, Postfach 101161, 69495 Weinheim, Germany

Weitere Informationen:


Dr. Renate Hoer, Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Forschungsarbeit australischer Wissenschaftler könnte Lecks in Ölpipelines verhindern 
 Herzforschung hilft Leben retten - Tag der Gesundheitsforschung