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Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen..., 03.05.05

Dt. Schlaganfall-Gesellschaft: Ultraschall fördert Heilung nach Schlaganfall

"Das trägt zu einer rascheren Genesung der Patienten bei. Der kontinuierliche Einsatz von Ultraschall könnte in Zukunft die Therapie mit Thrombolytika ergänzen und die Heilungschancen nach einem Schlaganfall erhöhen", so Professor Dr. med. Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). Denn je eher ein Arterienverschluss aufgelöst wird, desto mehr Hirngewebe kann gerettet werden. Gefahren scheinen von der Kombinationsbehandlung nicht auszugehen, insbesondere die Hirnblutungsrate war nicht erhöht. Normalerweise wird Ultraschall bei Schlaganfall-Patienten rein zu diagnostischen Zwecken eingesetzt, um die Gefäßverschlüsse zu lokalisieren. Angesichts der Daten aus der Pilotstudie sollte nun eine Phase II-Studie weitere Daten liefern, wie wirksam und sicher der Einsatz von Ultraschall bei der Therapie eines Schlaganfalls ist.


Eine der wichtigsten Maßnahmen bei einem Schlaganfall ist es die lebensnotwendige Sauerstoff-Versorgung wichtiger Gehirnareale wiederherzustellen. Um das zu ermöglichen, erhalten Patienten möglichst frühzeitig ein Medikament zur Blutverdünnung. Dieses verschiebt das Gerinnungsgleichgewicht des Blutes und löst die Gerinnsel in den Blutgefäßen auf, so dass das Gewebe wieder mit Sauerstoff versorgt wird. Diese so genannte Thrombolyse (oder Lysetherapie) ist umso erfolgreicher, je früher sie durchgeführt wird: Am besten in den ersten drei bis sechs Stunden nach Auftreten der ersten Symptome.

Kurz-Informationen zur Studie:
An der Studie nahmen 126 Schlaganfall-Patienten aus nordamerikanischen und europäischen Zentren teil. Die Forscher behandelten diese Patienten innerhalb der ersten drei Stunden nach dem Gefäßverschluss entweder mit einer Kombinationstherapie aus t-PA1 (Gewebe-Plasminogen-Aktivator) plus Ultraschall oder ausschließlich mit t-PA. Als Maß für den Erfolg der beiden Behandlungsarme wurden die Wiedereröffnung der Hirnarterien und die frühe klinische Besserung der Patienten gemessen. Bei 49 Prozent der Patienten kam es zu einer frühen Rekanalisation bzw. erheblichen klinischen Besserung nach t-PA plus Ultraschall. Eine Behandlung mit der Thrombolyse alleine war dagegen nur bei 30 Prozent der Patienten erfolgreich. Löst sich das Blutgerinnsel nach einem Schlaganfall schnell wieder auf, begünstigt dies auch eine langfristige Genesung. Ein Eingriff in das Gerinnungsgleichgewicht des Bluts kann zu Hirnblutungen führen. Die zusätzliche Behandlung mit Ultraschall wirkte sich jedoch nicht auf die Anzahl von Blutungsereignissen im Gehirn aus: Sie lag mit 4,8 Prozent in beiden Gruppen gleich hoch.

t-PA1
t-PA (vom englischen tissue-plasminogen-activator) ist ein Gewebe-Plasminogen-Aktivator. Dieser ist ein körpereigenes Protein, das bei der Auflösung von Blutgerinnseln eine wichtige Rolle spielt. Die Aufgabe von t-PA besteht darin, den Vorläufer das Plasmin, das Plasminogen, zu aktivieren. Plasmin wiederum spaltet das bei der Blutgerinnung entstehende Fibrin in lösliche Produkte und löst dadurch Blutgerinnsel auf.

ANTWORTFAX:

Anlässlich des Schlaganfall-Tages am 10. Mai 2005 möchte ich ein Interview mit einem Experten zu folgenden Themen führen:

_____Ultraschall fördert Heilung nach Schlaganfall

_____Therapie der spontanen Hirnblutung: OP ja oder nein

_____ "Blutgerinnungsfaktor 7" stoppt Größenzuwachs der spontanen Hirnblutung: Neueste Studienergebnisse

_____Ich möchte zu folgendem Thema ein Interview führen:

________________________________________________________________

NAME:
MEDIUM:
ADRESSE:
TEL/FAX:

Kontakt für Rückfragen:

Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft
Pressestelle
Silke Jakobi
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel: 0711 8931 163
Fax: 0711 89 31 167
E-Mail: info@medizinkommunikation.org
Internet: www.dsg-info.de


Medizin - Kommunikation, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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