Hilfe: Sie befinden sich auf...

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen..., 30.06.05

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen..., 30.06.05

DSG: "Bluter"-Medikament begrenzt Hirnblutung nach Schlaganfall

Jeder sechste Schlaganfall ist die Folge einer Hirnblutung. Häufig sind es Menschen mit einer Hochdruckerkrankung, bei denen es "spontan", das heißt ohne äußere Verletzung zu einer Einblutung ins Gehirn kommt. "Eine wirksame Behandlungsmöglichkeit gab es bisher nicht," sagt Professor Dr. med. Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). So sterben heute noch zwei von drei Patienten oder erleiden schwerste Behinderungen. Seit einiger Zeit diskutieren Fachleute, ob der Wirkstoff Eptacog alfa die Blutungen stoppen könnte. Der Wirkstoff wird gentechnisch hergestellt, entspricht aber dem "Faktor VIIa", einem natürlicherweise im Blut enthaltenen Gerinnungseiweiß. Bei "Blutern" (Hämophilie-Patienten) kann es frische Blutungen stoppen. Die Studie mit 399 Patienten aus 20 Ländern belegt, dass auch die Ausdehnung von frischen Hirnblutungen eingeschränkt wird.


An der Studie durften nur Schlaganfall-Patienten teilnehmen, deren Hirnblutung durch eine Computer-Tomographie (CT) zweifelsfrei festgestellt wurde. Außerdem durften nicht mehr als drei Stunden seit dem Beginn des Schlaganfalls vergangen sein, so dass die Einblutungen noch frisch waren. "Nur dann ist eine Behandlung mit einem dem 'Faktor VIIa' ähnlichem Wirkstoff überhaupt sinnvoll", so Professor Grond. Die Wirkung hat die Experten verblüfft. Denn das Medikament verminderte signifikant die Ausdehnung der Hirnblutungen. Dementsprechend sank die Sterblichkeit in den ersten 90 Tagen von 29 Prozent auf 19 Prozent. Der Anteil derjenigen Patienten, die verstarben oder eine schwere Behinderung davontrugen sank signifikant von 69 auf 53 Prozent. Dies bedeutet, wenn sieben Patienten mit Hirnblutung mit "Faktor VIIa" behandelt werden, ein Patient vor Tod oder schwerer Behinderung gerettet werden kann.

Doch die Behandlung ist mit Risiken verbunden: Der gentechnisch hergestellte "Faktor VIIa" kann Komplikationen wie Herzinfarkte oder sogar ischämische Schlaganfälle auslösen - als Folge einer Blutgerinnung in den Arterien. Diese Komplikation trat bei sieben Prozent der Patienten auf, die "Faktor VIIa" erhielten im Vergleich zu zwei Prozent in der Placebo Gruppe. In weiteren Studien soll untersucht werden, ob die Komplikationsrate zu senken ist. "Deshalb sollte die Behandlung vorerst nur mit Zurückhaltung eingesetzt werden," fordert die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft.

Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft wurde im Dezember 2001 gegründet. Ihr Ziel ist es, die Forschung und Weiterbildung zur Behandlung des Schlaganfalls zu koordinieren, zu qualifizieren und zu fördern. Mit ihren Aktivitäten spricht die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft Ärzte aller Fachrichtungen und Leistungserbringer im Gesundheitswesen an, die in die Versorgung von Schlaganfallpatienten eingebunden sind. Weitere Informationen zur Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft sind im Internet unter www.dsg-info.de abrufbar.

ANTWORTFAX:

___Bitte informieren sie mich regelmäßig über die Aktivitäten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)

___Bitte mailen sie mir Hintergrund und Einzelergebnisse der "Faktor VIIa"-Studie.

NAME:
MEDIUM:
ADRESSE:

TEL/FAX:

Kontakt für Rückfragen:

Pressestelle
Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft
Silke Jakobi
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel: 0711 8931 163
Fax: 0711 89 31 167
E-Mail: info@medizinkommunikation.org
Internet: www.dsg-info.de


Medizin - Kommunikation, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Bestrahlung in vier Dimensionen 
 Kanälchen mit Bläschen