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Charité-Universitätsmedizin Berlin, 24.01.07

Charité gründet Schule für Public Health. Zwei neue Masterstudiengänge in Gesundheitswissenschaften

Berlin, 24. Januar 2007. Die Charité - Universitätsmedizin Berlin setzt mit der Gründung der Berlin School of Public Health jetzt einen neuen Schwerpunkt im Bereich der Gesundheitswissenschaften: In enger Partnerschaft mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin übernimmt die Charité die ehemaligen Public Health-Angebote der TU. Ein besonderer Vorteil ist dabei die direkte Anbindung an die medizinische Fakultät. Ziel ist es, die Schnittstellen zwischen Public Health und Medizin weiter zu entwickeln. In Anlehnung an das angloamerikanische Modell soll mit der Berlin School of Public Health eine Forschungs- und Ausbildungseinrichtung aufgebaut werden, die medizinische, ökonomische und sozialwissenschaftliche Ansätze in Theorie und Praxis umfasst.


Die Gesundheitswissenschaft ist als eigenständige Disziplin zu betrachten, die nach der besten gesundheitlichen Versorgung einer Bevölkerung fragt. Konkret heißt das zum Beispiel, dass Risikofaktoren in einer Bevölkerung identifiziert und Versorgungsstrukturen wie Prävention, Rehabilitation und Pflege evaluiert werden. "Ein hochaktuelles Beispiel für den Bereich Public Health ist die Einschätzung und Beurteilung der Gesundheitsreform", erklärt Gründungsdirektor Prof. Ralph Brennecke.

In die Lehre sind Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Charité, der Berliner Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Berlin und aus dem Ausland eingebunden. Auch für Praxisbezug ist gesorgt: Es bestehen zahlreiche Kooperationen mit Organisationen im Gesundheitswesen, bei denen Studierende Praktika und Masterarbeiten durchführen können.

Mit der Berlin School of Public Health entstehen ab dem Sommersemester die beiden weiterbildenden Studiengänge "Master of Public Health" und "Master of Science of Epidemiology", die sich nicht nur an Mediziner richten. Für den Zugang ist ein Bachelorabschluss notwendig. Die Fachrichtung spielt dabei keine Rolle. Die Absolventen und Absolventinnen werden innerhalb eines Jahres für Leitungspositionen im Gesundheitswesen und in der Forschung qualifiziert. Möglich ist auch ein zweijähriges Studium in Teilzeit, so dass man halbtags einer Beschäftigung nachgehen kann. Darüber hinaus können auch einzelne Module belegt und somit spezielle Zertifikate erworben werden.

Vertreter der Medien sind herzlich zur Gründungsfeier der Berlin School of Public Health eingeladen, die Prof. Martin Paul, der Dekan der Charité, eröffnen wird. Sie findet am Freitag, dem 26. Januar ab 15.00 Uhr im Hörsaal des Inneren, Charité Campus Mitte, statt.

Kontakt:
Prof. Dr. Ralph Brennecke
Gründungsdirektor der BSPH
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Tel: 030 - 8445-1381
ralph.brennecke@charite.de


Kerstin Endele, Charité-Universitätsmedizin Berlin
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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