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Fachinformationszentrum Chemie GmbH, 28.02.05

Auf der CeBIT: Ferngesteuerte Laborversuche übers Internet

Technologien zur Fernsteuerung von Laborversuchen als Live-Exponate auf der CeBIT / Ergebnisse aus dem BMBF-Leitprojekt VS-C

Berlin / Hannover, 28. Februar 2005 - Computer, Internet und Multimedia-Technologien bringen neue Formen des Lehrens und Lernens in die Chemieausbildung. Auf der CeBIT 2005 zeigen das Institut für Technische Chemie der Universität Leipzig und das FIZ CHEMIE Berlin am Stand des Bundesforschungsministeriums (Halle 9, Stand B 40) Laborversuche, die übers Internet ferngesteuert und gleichzeitig von neun weiteren Beobachtern verfolgt werden können. Am Modell eines Energiesparhauses, das per Webtechnologie mit einem entfernten PC verbunden ist, werden Unterrichtsmodule für ein chemisch/technisches Praktikum vorgeführt, die auf fernsteuerbaren Laboranlagen basieren. Vorgestellt wird eine von insgesamt sechs Anlagen, die im Rahmen des BMBF-Leitprojektes Vernetztes Studium - Chemie (VS-C) an den Universitäten Leipzig und Oldenburg entwickelt und gebaut wurden. Im VS-C haben 16 Arbeitsgruppen an Chemie-Fakultäten von 12 Universitäten sowie vier Wissenschaftseinrichtungen über einen Zeitraum von fünf Jahren digitale Lehr- und Lerninhalte für alle Bereiche der Chemie entwickelt. Entstanden sind über 1.400 multimediale, qualitätsgeprüfte Kurse für die webbasierte Chemie-Ausbildung.


Die Online-Experimente aus Leipzig und Oldenburg sind für 10 Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer ausgelegt. Einer steuert, neun schauen zu. Über Webkameras sieht jeder den Versuchsaufbau live auf seinem PC. Parallel werden die Messdaten von der realen Laboranlage in Echtzeit auf die fernsteuernden PCs übertragen und können dort im Rahmen multimedialer Nachbereitungsmodule von den Studierenden ausgewertet werden. In den Versuch eingreifen kann nur der Teilnehmer, der für die Experimentdurchführung angemeldet ist. Die gemessenen Werte der Versuchsanlage werden auf alle PCs übertragen. Vergleichbare Projekte zur Fernsteuerung technischer Laborversuche und Anlagen sowie der dazugehörenden Definition von standardisierten Schnittstellen, Hard- und Softwaretechnologien werden u.a. am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, USA, sowie am Forschungszentrum L3S in Hannover betrieben. In Leipzig und Oldenburg werden die Online-Laborversuche bereits seit drei Jahren im Regelstudienbetrieb eingesetzt.

Auf der Grundlage der VS-C Ergebnisse bietet das FIZ CHEMIE Berlin eine breite Produktpalette an chemischen Ausbildungsinhalten für alle Chemieberufe an. Das Konzept kombiniert ein für Nichtchemiker ausgelegtes, chemieorientiertes Weiterbildungsprogramm mit einer Enzyklopädie und Weiterbildungsplattform als Inhouse-Lösung. Die Multimedia-Enzyklopädie - Chemie umfasst bereits über 14.000 Inhaltsseiten zu allen Gebieten der Chemie sowie zu benachbarten Naturwissenschaften wie Mathematik, Physik, Informatik, Biologie, Pharmazie und Messtechnik. Über 1.400 Kurse mit 19.000 Grafiken, 3.000 Animationen, 650 Videos, 2.300 3D-Molekülen, 880 Übungen sowie ca. 2.500 Glossar- und Biographieeinträgen stehen Studierenden kostenfrei unter http://www.vs-c.de zur Verfügung.

Weitere Informationen
FIZ CHEMIE Berlin
Postfach 12 03 37
D-10593 Berlin
http://www.chemistry.de
http://www.vs-c.de
http://www.fiz-chemie.de/de/aktuelles/pm

Weitere Informationen:

FIZ CHEMIE Berlin
Postfach 12 03 37
D-10593 Berlin

Ansprechpartner für die Presse:
Richard Huber, Produktmanager
Tel.: +49 (0)30 / 399 77- 217
Fax: +49 (0)30 / 399 77- 132
E-Mail: huber@fiz-chemie.de

Alle Aussagen in dieser Pressemitteilung, die nicht historischen Charakters sind, beziehen sich auf die Zukunft im Sinne des U.S. Sicherheitsgesetzes. Die vorausschauenden Aussagen sind Annahmen, die auf dem gegenwärtigen Informationsstand basieren und somit gewissen Unsicherheitsfaktoren unterliegen. Tatsächlich eingetretene Ergebnisse können von den vorausgesagten Ergebnissen durch vielfältige Faktoren wesentlich abweichen, hervorgerufen z. B. durch Veränderungen bezüglich Technologie, Produktentwicklung oder Produktion, Marktakzeptanz, Kosten oder Preise der Produkte von FIZ CHEMIE Berlin und Abhängigkeiten von Kooperationen und Partnern, Genehmigungsverfahren, Wettbewerb, geistigen Eigentums oder Patentschutz- und Copyrightrechten.


Wencke Loesener, Fachinformationszentrum Chemie GmbH
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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