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Private Universität Witten/Herdecke gGmbH, 05.03.03

Bluthochdruck: Wenn der Zeiger im roten Bereich steht

Leitlinien für Hochdruckpatienten und Ärzte von der Uni Witten/Herdecke

Wenn der Zeiger des Blutdruckmessgerätes im roten Bereich steht, ist es meist der Hausarzt, der die Diagnose stellt: Bluthochdruck. In deutschen Hausarztpraxen ist die sogenannte Hypertonie die zweithäufigste Erkrankung überhaupt, jeder vierte Bundesbürger ist betroffen.

Schmerzen oder Beschwerden bleiben anfangs meist aus. Dafür fallen immer öfter erhöhte Messwerte auf, schließlich ist eine Behandlung unumgänglich. Die wird oft nur halbherzig durchgeführt: wegen der Tablettennebenwirkungen oder wegen der Unlust, eine ungesunde Lebensweise zu überdenken: 41% der Bluthochdruckpatienten gelten als "unzureichend therapiert".
Dabei geht es gar nicht um die Senkung einzelner Blutdruckwerte. "Die Zahl der Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Herzschwäche oder Schlaganfall ließe sich mit einer modernen und rechtzeitig einsetzenden Behandlung erheblich senken" so Dr. Horst Vollmar, Leitlinienautor an der Universität Witten/Herdecke.

Auf Tabletten alleine darf man sich allerdings nicht verlassen, das Krankheitsverständnis und die Eigenverantwortung der Betroffenen sind wesentliche Bausteine einer erfolgreichen Bluthochdruckbehandlung. Diese Erkenntnisse fließen in die neueste Patienteninformation der Universität Witten/Herdecke ein. Nach der Analyse der aktuellen wissenschaftlichen Studien wurde dort jetzt die "Patientenleitlinie Bluthochdruck" im Internet veröffentlicht. Sie erklärt Betroffenen und ihren Angehörigen ausführlich, was es mit dem Hochdruck auf sich hat. Gleichzeitig wurde auch für Ärzte eine entsprechende Leitlinie erstellt, nach den strengen Regeln der evidenzbasierten Medizin.

Die Patientenleitlinie informiert auch über kleine aber wichtige Details. Leitlinienautorin und Ärztin Jana Isfort: "Auch scheinbar nebensächliche Dinge werden besprochen. Die richtige Technik der Blutdruckmessung, Lebensmittel, die viel Salz enthalten oder die Nebenwirkungen einzelner Medikamente."

Hausarzt und Hochdruckpatient sollen optimal informiert werden, damit sie die Krankheit gemeinsam in den Griff bekommen - und damit der Zeiger im grünen Bereich bleibt.

Für Patienten: www.Patientenleitlinien.de, für Ärzte: www.evidence.de Kontakt: Dr. Horst Christian Vollmar, 02302 / 926-921 vollmar@evidence.de

Weitere Informationen:


Kay Gropp, Private Universität Witten/Herdecke gGmbH
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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