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PhotonicNet GmbH Kompetenznetz Optische..., 29.09.06

BIOTEC meets OPTICS III

Am 12. Oktober treffen sich in Hannover Experten aus Forschung und Industrie zum Dialog zwischen zwei Hochtechnologien des 21. Jahrhunderts.


Die tiefenaufgelöste Diagnostik der Stimmlippen ist mit dem OCT-gestützten Laryngoskop ohne Anästhesie des Patienten berührungsfrei möglich.
Quelle: Laser Zentrums Hannover e.V.

Zieht man sich eine blutende Wunde zu, setzt ein automatischer Verschluss der Gefäßverletzung ein. Befällt ein Erreger den Körper, erkennt und vernichtet das Immunsystem die Eindringlinge. Um zu verstehen, wie Moleküle dabei miteinander 'kommunizieren', werden seit Jahren optische Biosensoren eingesetzt, mit deren Hilfe solche Prozesse zeitlich analysiert werden können.
In der molekularen wie in der medizinischen Diagnostik spielen auf Licht basierende Verfahren eine entscheidende Rolle - ob bei der Aufklärung von Signalübertragungs- und Reaktionsprozessen innerhalb biologischer Gewebe, zum Verständnis pharmakologischer Wirkmechanismen oder bei der Diagnose und Therapie von Krankheiten. Die oben genannten Optischen Biosensoren sind eines von vielen Beispielen, die das enorme Anwendungspotenzial aus der Verbindung von Optischen Technologien und Fragestellungen im Bereich Life Sciences belegen.


Mit dem Ziel, diese Synergien an der Schnittstelle der Technologiefelder Optik und Life Sciences zu fördern, laden die niedersächsischen Technologiecluster PhotonicNet und BioRegioN am 12. Oktober zum Austausch von Ideen und Konzepten nach Hannover ein. Aufgrund der positiven Resonanz der vergangenen Jahre, ist dies bereits der dritte Biotec meets Optics - Workshop in Folge. Seit 2004 dienen die Treffen neben einem intensiven Informationsaustausch als Anregung für Entwicklungsprozesse und Kooperationen.
Im Umfeld des bekannten International Neuroscience Institute INI bietet sich den Teilnehmern ein vielfältiges Vortragsprogramm, dass aktuelle Projekte und Verfahren zur Diskussion stellt:

> So wurde in Hannover ein neuartiges Instrument entwickelt, das mit Hilfe Optischer Kohärenztomographie Erkrankungen der Stimmlippen in ihrer gesamten Tiefenausdehnung sichtbar macht. Dabei verwendet man anstelle von Schallwellen infrarotes Licht, da dieses eine bessere Auflösung der tiefer liegenden Gewebeschichten ermöglicht. In einer Kooperation der Rowiak GmbH mit dem Laser Zentrum Hannover und der Medizinischen Hochschule Hannover wurde das Verfahren bereits bis zum Funktionsmuster entwickelt.

> Dr. Gunzer vom Helmholtzzentrum für Infektionsforschung bietet von der Zeitraffer-Videomikroskopie bis hin zur 2-Photonenmikroskopie einen Querschnitt über wesentliche Verfahren, die am Institut zum Studium immunologischer Zellen eingesetzt werden. Dabei wird er Fragen nach Möglichkeiten zur Verbesserung von Auflösung und Kontrast nachgehen.

> Mit der medizinischen Bilddatenverarbeitung befasst sich eine Referentin des Unternehmens MVIP ImagingProducts. Sie stellt Modelle vor, die eine Quantifizierung intraoperativ gewonnener Daten ermöglichen. Bildgebende Verfahren unterstützen den Chirurgen, idealerweise just-in-time, bei der Operation. So kann er während des Eingriffs korrigieren und anschließend die Daten nutzen, um den OP-Erfolg zu bestimmen.

> Einen neuartigen Analysator für medizinische Atemtests stellt Professor Wolf von der HAW Hamburg vor. Der Atem enthält flüchtige organische Substanzen, die mittels selektiver Analyse eine direkte Diagnose von Krankheiten wie Asthma oder Krebs erlauben. Das Gerät aus Hamburg basiert auf photoakustischer Spektroskopie und verwendet spezialangefertigte DFB-Diodenlaser.

Im Anschluss an das insgesamt neun Vorträge umfassende Programm wird ein Rundgang durch das INI angeboten. Das Institut ist bekannt für seine Möglichkeiten moderner Neuromedizin, insbesondere der Neurochirurgie, Neurostrahlentherapie und Neuroradiologie in Diagnostik und Therapie, und gelangte unter seinem jetzigen Leiter Professor Samii zu weltweitem Ansehen.

Anmeldungen werden bis zum 05. Oktober erbeten:

PhotonicNet GmbH Kompetenznetz Optische Technologien
Ann Haselroth
Garbsener Landstraße 10
D-30419 Hannover
Telefon: +49(0)5 11| 2 77-16 42
Telefax: +49(0)5 11| 2 77-16 50
haselroth@photonicnet.de

Hinweis für die Medien:
Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung am International Neuroscience Institute INI, Rudolf-Pichlmayr-Str. 4, teilzunehmen. Wir bitten um eine kurze, formlose Anmeldung bei Anja Nieselt-Achilles, PhotonicNet GmbH, anja.nieselt@photonicnet.de, Tel. 0551-30 57 20.

Über BioRegioN
Die BioRegioN (www.bioregion.de) ist im Auftrag des Landes Niedersachsen zentrale Ansprechpartnerin für Life Science in Niedersachsen.

PhotonicNet GmbH
Die PhotonicNet GmbH (www.photonicnet.de) ist das vom BMBF und dem Land Niedersachsen geförderte Netzwerk für Optische Technologien in Niedersachsen.

Weitere Informationen:


Dipl. Biol. Anja Nieselt-Achille, PhotonicNet GmbH Kompetenznetz Optische Technologien
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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