Hilfe: Sie befinden sich auf...

Universitätsklinikum Heidelberg, 30.09.03

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Universitätsklinikum Heidelberg, 30.09.03

Akupunktur bei "Reizdarmsyndrom"?

Medizinische Universitätsklinik sucht Teilnehmer für Studie

Die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg sucht für eine innovative Akupunktur-Studie Patientinnen und Patienten, die an einem Reizdarmsyndrom leiden. "Es gibt zahlreiche Hinweise dafür, dass Akupunktur die chronischen Darmbeschwerden lindern kann", erklärt Dr. med. Antonius Schneider, Arzt in der Sektion Allgemeinmedizin der Medizinischen Universitätsklinik und Leiter der Studie.

Verstopfung, Durchfall, Krämpfe oder Blähungen sind ein relativ häufiges Phänomen in der Bevölkerung. Treten diese Beschwerden regelmäßig und ohne erkennbare Ursache auf, diagnostiziert der Arzt meist ein sogenanntes "Reizdarmsyndrom"(IBS = irritable bowel syndrome). Behandeln lassen sich nur die Symptome, bislang mit mäßigem Erfolg. Deshalb suchen viele Patienten nach naturheilkundlichen Therapiemöglichkeiten. Stellenwert und Wirksamkeit komplementär-medizinischer Verfahren sind derzeit jedoch noch unklar.


Frühere Untersuchungen bei Magen-Darmerkrankungen haben zahlreiche Hinweise dafür geliefert, dass die Akupunkturtherapie, also die Nadel-Stimulation organspezifischer Hautareale, in der Behandlung des Reizdarmsyndroms eine wertvolle therapeutische Ergänzung darstellen könnte. "Ziel unserer Studie ist es, die Wirksamkeit der Akupunkturbehandlung im Vergleich zu einer Scheinakupunktur wissenschaftlich zu untersuchen. Wir möchten wissen, ob sich die Beschwerden bessern und die Schmerzen nachlassen.", erklärt Dr. med. Antonius Schneider. Die Studienteilnehmer werden nach einem Zufallsprinzip entweder der Akupunktur-Gruppe oder der Scheinakupunktur-Gruppe zugeordnet.

Alle Patienten, die an der Studie teilnehmen, erhalten zehnmal eine kostenfreie Akupunkturbehandlung. Vor der ersten und im Anschluss an die letzte Akupunkturbehandlung wird eine schmerzfreie Untersuchung des vegetativen Nervensystems, des Herz-Kreislauf-Systems sowie der Schmerzwahrnehmung vorgenommen. Zusätzlich werden die Patienten gebeten, Fragebögen zu ihrer Lebensqualität und den Beschwerden im Verlauf der Akupunkturtherapie auszufüllen.

Teilnehmen können Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren mit einem klinisch diagnostizierten Reizdarmsyndrom (IBS). Andere Erkrankungen wie chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Malabsorptionssyndrome oder Tumoren müssen ausgeschlossen sein. Dafür müssen zumindest die Ergebnisse einer Darmspiegelung, die nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, vorliegen.

Interessierte Patienten werden gebeten, sich von 15 - 19 Uhr unter der Telefonnummer 0175 - 6029528 oder unter der E-Mail-Adresse caroline_weiland@med.uni-heidelberg.de zu melden. Ansprechpartner ist die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg, Abteilung Allgemeine Klinische und Psychosomatische Medizin / Sektion Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung.

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.med.uni-heidelberg.de/aktuelles/

Weitere Informationen:


Dr. Annette Tuffs, Universitätsklinikum Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
FAL Forscher/innen helfen Ägyptern bei der Produktion hochwertiger Rohstoffe für Phytopharmaka 
 Neue Erkenntnisse zum CO2-Transport in Pflanzen