Hilfe: Sie befinden sich auf...

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, 09.11.01

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, 09.11.01

Ärzte lassen Knorpelzellen wieder wachsen

Gentechnik ermöglicht Behandlung von Gelenkknorpeldefekten

Arthrose im Kniegelenk - für viele Menschen bedeutet dieser Befund das Ende einer sportlichen Laufbahn und quälende Schmerzen. Denn Schäden am Gelenkknorpel sind schmerzhaft und beeinträchtigen die Bewegungsfähigkeit er-heblich. Besonders gravierend: große und tiefgehende Defekte im Gelenkknorpel lassen sich nur schlecht mit herkömmlichen Methoden beheben. Mit einer Technik, die erstmals 1994 in Schweden vorgestellt wurde, helfen am Department für Orthopädie und Traumatologie des Universitätsklinikums Freiburg unter der Leitung von Universitätsprofessor Dr. Achim Reichelt, Dr. Christian Erggelet und Dr. Matthias Steinwachs Patienten mit derartigen Knorpelschäden. Aus einem kleinen Stück Knorpelgewebe des Patienten werden im Labor die Knorpelzellen vermehrt und den Patienten wieder eingepflanzt.


Seinem komplizierten und einzigartigen Aufbau verdankt der Gelenkknorpel die Fähigkeit der mechanischen Dämpfung und des fast reibungslosen Gleitens der Gelenkflächen. Allerdings hat der menschliche Körper nur eine sehr geringe Fähigkeit zur Regeneration von Gelenkknorpel. Ist das perfekt funktionierende Gewebe einmal beschädigt, wird an der Oberfläche Ersatzgewebe gebildet, das aber rauher, weicher und von kürzerer Lebensdauer ist. Dies wiederum fördert die Entstehung von Arthrose. Bisher können kleinere Defekte mit unterschiedlichen operativen Verfahren behandelt werden. Dazu zählen knochenstimulierende Techniken oder körpereigene Knorpel-Knochen Transplantationen, bei der die Knorpelmasse einfach einer Stelle entnommen und an der beschädigten Stelle wieder eingesetzt wird. Für größere und tiefer gehende Schäden eignen sich diese Methoden aber nicht.

Mit Hilfe moderner Labortechnik ist es nun möglich, die entnommene Knorpelmasse zu vergrößern, indem die Knorpelzellen außerhalb des Körpers aus eigenem Gewebe vermehrt werden. So können jetzt auch größere Defekte behandelt werden. "Es ist allerdings noch nicht möglich, Knorpeldefekte einfach durch eine Spritze ins Knie oder in das Hüftgelenk zu heilen. Der Durchbruch dieser Technik liegt vielmehr darin, dass erstmals eine Behandlungsmethode zur Verfügung steht, mit der solche Schäden nicht mit künstlichem Ersatzgewebe repariert werden müssen", erläutert Christoph Erggelet die Bedeutung des Verfahrens. "Die Methode ist noch sehr teuer und nicht für jeden Patienten geeignet. Sie hat aber eine Entwicklung eingeleitet, die vielleicht sogar in Richtung Neubeschichtung zerstörter Gelenkflächen geht."

Kontakt:
Dr. Christoph Erggelet
Universitätsklinikum Freiburg
Department für Orthopädie und Traumatologie
Klinik für Orthopädie, Hugstetter Str. 55
Tel.: 0761 / 270-2608, Fax: 0761 / 270-2675
E-mail: ginader@ch11.ukl.uni-freiburg.deh


Rudolf-Werner Dreier, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Wunsbehandlung mit hyperbarem Sauerstoff 
 Erhebliche Zunahme der Syphilis-Meldungen in Berlin, Hessen und Baden-Württembg.