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Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 22.11.02

25 Jahre Tumorzentrum Rheinland-Pfalz

Tumorzentrum als Partner der gesundheitspolitischen Gemeinschaftsaufgabe in der Krebsbekämpfung nicht mehr wegzudenken

Tumorzentrum Rheinland-Pfalz verbessert
seit 25 Jahren die Versorgung krebskranker Menschen

Tumorzentrum als Partner der gesundheitspolitischen
Gemeinschaftsaufgabe in der Krebsbekämpfung nicht mehr wegzudenken

(Mainz, 20. November 2002, gie) In Rheinland-Pfalz ist das Tumorzentrum als Partner der gesundheitspolitischen Gemeinschaftsaufgabe in der Krebsbekämpfung nicht mehr wegzudenken: Verbesserung der Früherkennung, der Diagnostik und der Behandlung sowie der Nachsorge von Tumorerkrankungen heißt die Erfolgsbilanz dieser Einrichtung, die am Freitag, 22. November, um 18 Uhr in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur ihr 25jähriges Jubiläum begeht. "Der konkrete Auftrag unserer Gründungsväter, an einer chancengleichen flächendeckenden Verbesserung der Versorgung krebskranker Menschen zu arbeiten, hat nichts an Aktualität verloren", erklärt Univ.-Prof. Dr. med. Roland Buhl, Vorsitzender des Tumorzentrums Rheinland-Pfalz e.V., im Rahmen des Jubiläums.


Krebspatienten sollen künftig nicht nur eine höhere Lebenserwartung, sondern vor allem auch eine bessere Lebensqualität haben als heute. Dazu trägt neben medizinischen Aspekten der Krebserkrankung insbesondere auch das psychosoziale Befinden der Patienten entscheidend bei. Die kompetente Schmerzbekämpfung, aber auch die integrierte psychosoziale Versorgung von Tumorpatienten stehen im Mittelpunkt der Arbeit des Tumorzentrums.

Für die meisten Menschen ist die Diagnose "Krebs" ein Schock, der ihr ganzes Leben verändert. Sie müssen sich mit den körperlichen und seelischen Folgen der Krankheit auseinandersetzen. "In dieser Situation bedürfen sie der kompetenten und einfühlsamen Unterstützung", so Professor Buhl, "und die bieten wir beispielsweise mit unserer integrierten psychosozialen Versorgung von Tumorpatienten am Tumorzentrum Rheinland-Pfalz." Hier entwickelte das Zentrum ein differenziertes Angebot, das bei der konkreten Belastungssituation des Patienten einsetzt und soziale und psychische Notlagen bei Betroffenen und deren Umfeld erkennt und behandelt. "Wichtiges Ziel dabei ist es", so Professor Buhl, "die betroffenen Patienten wieder selbstständig und handlungsfähig zu machen." Dass diese psychosoziale Betreuung von Tumorpatienten der Nachfrage der Betroffenen entspricht, belegt die Statistik: Knapp 2000 Beratungskontakte registrierte der psychosoziale Beratungsdienst im Jahr 2001. Um diese psychosoziale Erstversorgung zu gewährleisten, bietet das Tumorzentrum zudem Fort- und Weiterbildungsangebote für die Behandler an und entwickelt diese kontinuierlich weiter.

Schmerz kompetent bekämpfen
Im Blickfeld des Tumorzentrums stehen insbesondere auch die Patienten, die unheilbar erkrankt sind. "Stärker als bisher müssen hier Konzepte zum Tragen kommen, die in einer ganzheitlichen Sicht die Wahrung der Lebensqualität
dieser unheilbar kranker Menschen zum Ziel haben", erklärt der Vorsitzende des Tumorzentrums weiter. Neben der psychosozialen Betreuung ist daher vor allem auch die kompetente Schmerzbekämpfung besonders wichtig. Konsequenterweise gehören zur ganzheitlichen Betreuung unheilbar kranker Patienten auch Maßnahmen, die dazu dienen, das Ende des Lebens so zu gestalten, dass ein menschenwürdiges Umfeld erhalten bleibt und es dem Patienten möglich ist, sein Leben mit Bewusstheit und in Würde zu Ende gehen zu lassen.

Gerade auf diesem Gebiet ist es dem Tumorzentrum in den vergangenen Jahren gelungen, Vernetzungen, Strukturen und - beispielsweise mit der Einrichtung des Christophorus-Hospizes in Mainz - einen weiteren Schritt zur Institutionalisierung dieser Versorgung in Rheinland-Pfalz zu schaffen.

"Wir müssen jedoch gleichzeitig kritisch feststellen", so Professor Buhl, "dass die tägliche Praxis zeigt, wie viel Nachholbedarf weiterhin besteht. Unser Ziel bleibt somit, die bestehenden Defizite zu beseitigen und ein 'Sterben in Würde' nicht als Ausnahme, sondern als Regel zu ermöglichen."

Das gebündelte Know-how des Krebsregisters Rheinland-Pfalz, onkologische Informationsdienste und Dokumentation sind weitere wichtige Aufgabenfelder des Tumorzentrums.

"Auf dem richtigen Weg"
"Betrachten wir die kritischen Forderungen nach einer flächendeckenden Krebsstatistik, funktionierenden Tumorzentren und bundesweit gültigen Leitlinien für die Erkennung und Behandlung von Krebserkrankungen", resümiert Professor Buhl, "so belegen wir mit unseren Aktivitäten wie Krebsregister Rheinland-Pfalz, Deutsches Kinderkrebsregister und unserer Nachsorgedokumentation ebenso wie mit den in den letzten Jahren ausgearbeiteten Richtlinien und Programmen zur Schmerztherapie, Palliativmedizin und Tumornachsorge, dass das Tumorzentrum Rheinland-Pfalz auf dem richtigen Weg ist."

Weitere Informationen:
Tumorzentrum Rheinland-Pfalz e.V.
Tel. 06131/17-3001, E-Mail: holzhaeu@mail.uni-mainz.de


Petra Giegerich, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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