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Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, 21.04.08

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Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, 21.04.08

Schlagworte

Malaria

Am 25. April 2008 ist Welt-Malaria-Tag

Weltweit leben etwa zwei Milliarden Menschen mit dem Risiko, an Malaria zu erkranken. Mehr als 1 Million Menschen sterben jährlich an der Erkrankung, über 90% der Todesfälle treffen afrikanische Kleinkinder. Unzählige malariabedingte Krankheitsepisoden (geschätzt über 500 Millionen pro Jahr) tragen erheblich zum wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsrückstand der ärmsten Länder der Welt bei. Um diese alarmierende Situation zu verändern, müssen die Maßnahmen zur Therapie und Bekämpfung der Malaria dringend verbessert werden.


Der diesjährige Welt-Malaria-Tag propagiert insbesondere die verstärkte Investition von Kapital in die Malariabekämpfung, um auch den ärmsten Bevölkerungen Zugang zu Malaria-Prävention und Malaria-Therapie zu ermöglichen. Aber auch die Entwicklung neuer Bekämpfungsstrategien ist dringend erforderlich, die das Fehlen infrastruktureller und politischer Voraussetzungen für die Anwendung bestehender Bekämpfungsmaßnahmen in weiten Teilen der Malariagebiete überwinden helfen.

Das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut forscht intensiv auf allen Ebenen der Malaria-Bekämpfung. Unlängst haben Mitarbeiter des Instituts ein zuvor - nach über 100 Jahren Malariaforschung - noch unbekanntes Entwicklungs¬stadium des Malariaerregers im menschlichen Körper entdeckt, das neue Wege der Vorbeugung und Therapie eröffnet. Daneben wurde durch mehrere Milliarden Einzelanalysen die gesamte Erbanlage von Tausenden lebensbedrohlich an Malaria erkrankten Kindern und gesunden Kindern verglichen, um nach systematischen Unterschieden als neue Ansatzpunkte für die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen zu suchen. Mitten im westafrikanischen Regenwald von Ghana wurde vom Bernhard-Nocht-Institut und der Universität Kumasi ein modernes diagnostisches und epidemiologisches Zentrum eingerichtet, um die Wirksamkeit neu entwickelter Malaria-Impfstoffe überhaupt zuverlässig testen zu können.

Nicht nur die Weltbank und einzelne Staaten können durch Schuldenerlass und weitsichtige Entwicklungs¬zusammenarbeit einen Beitrag leisten. Bekämpfung und Erforschung der Malaria erhielten in den letzten Jahren großzügige Unterstützung durch die Bill und Melinda Gates Foundation und andere private Stiftungen.

Über das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin:

Seit seiner Gründung im Jahr 1900 ist das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) am Hamburger Hafen Deutschlands größtes Institut der Forschung, Lehre und Versorgung auf dem Gebiet der Tropenkrankheiten. Den bereits vom Gründer Bernhard Nocht formulierten Aufgaben "Forschen - Heilen - Lehren" widmen sich im BNI insgesamt 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Schwerpunkte der Forschung liegen aktuell auf den Gebieten Malaria, hämorrhagische Fieberviren, Gewebewürmer, Amöben und Leishmanien. Klinische Forschungsprojekte werden in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und der Universität von Kumasi, Ghana, durchgeführt.
Das BNI ist Nationales Referenzzentrum für tropische Infektionserreger, Referenzlabor für SARS und Kooperationszentrum der Weltgesundheits¬organisation für hämorrhagische Fieberviren wie Ebola und Lassa. In der Forschung kooperiert das BNI in vielfältigen nationalen und internationalen Verbünden. Zahlreiche Forschungsprojekte werden in den Tropen durchgeführt - so unterhält das BNI seit zehn Jahren ein kooperatives Forschungszentrum in Ghana, Westafrika. Größte wissenschaftliche Leistung der jüngsten Vergangenheit war die Identifizierung des SARS-Virus 2003.
Seit 2008 wird das BNI als rechtlich selbstständige Stiftung geführt. Trägerin ist die Freie und Hansestadt Hamburg. Das Institut ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, einer Vereinigung von 83 außeruniversitären deutschen Forschungs¬einrichtungen mit überregionaler Bedeutung, die zu gleichen Teilen von Bund und Ländern finanziert werden.

Weitere Informationen:


Eva Königsmann, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Malaria (von italienisch mal'aria „schlechte Luft“) – auch Sumpffieber oder Wechselfieber genannt – ist eine meldepflichtige Tropenkrankheit, die von einzelligen Parasiten der Gattung Plasmodium hervorgerufen wird. Die Krankheit wird in den Tropen und Subtropen durch den Stich einer weiblichen Stechmücke (Moskito) der Gattung Anopheles übertragen. Außerhalb dieser Gebiete lösen gelegentlich durch Flugreisende eingeschleppte Moskitos die sogenannte „Flughafen-Malaria“ aus. Hierbei sind alle Personen im direkten Umfeld von Flughäfen gefährdet, z. B. Flughafenbedienstete oder Anwohner. Bis auf eine Übertragung durch Bluttransfusion und Laborunfälle ist eine Mensch-zu-Mensch-Ansteckung nur gelegentlich von der Mutter auf das ungeborene Kind möglich, wenn die Plazenta (besonders während der Geburt) verletzt wird. Der Mensch und die Anopheles-Mücken stellen das einzige nennenswerte Erregerreservoir humanpathogener Plasmodien dar. Wikipedia


 

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