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Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V., 20.06.06

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Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V., 20.06.06

Zeitzeugen zur Geschichte der chemischen Industrie

Der Industriekreis der Fachgruppe Geschichte der Chemie in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) trifft sich vom 23. bis 25. August 2006 bei der Schering AG in Berlin. Das Unternehmen steht zur Eröffnung der Tagung im Mittelpunkt - mit einem Vortrag zur Geschichte des Werkes und des Scheringianum sowie weiteren Vorträgen zur Betriebsgeschichtsschreibung der Schering AG. Von den folgenden 13 Diskussionsvorträgen befassen sich sieben mit Firmen und Themen aus bzw. auf dem Boden der ehemaligen DDR. So wird u.a. die Geschichte der Chemischen Fabrik von Heyden aufgerollt, die 1873 begann und dessen bedeutendste Leistung die erstmalige industrielle Herstellung von Acetylsalicylsäure, dem Grundstoff von Aspirin, war. Das Radebeuler Unternehmen wurde 1945 verstaatlicht und 1961 in das Arzneimittelwerk Dresden eingegliedert. Als ein Highlight der DDR-Pharmaforschung gilt das Privudin aus Buch, wie ein Zeitzeuge zu berichten weiß. Berlin-Buch ist seit Jahrzehnten ein bedeutender Medizin- und Pharmastandort. Auch der Arbeits- und Umweltschutz in der Chemieindustrie der DDR wird mit der Frage "Eine staatliche Simulation mit Normen?" und mit einem Bericht über "Historische Umweltbelastungen durch Havarien im Raum Bitterfeld/Wolfen" angesprochen. Auf großes Interesse der geschichtlich interessierten Teilnehmer an der Tagung "Zeitzeugen-Berichte VIII" dürften auch die Themen "100 Jahre Meidricher Teerverwertung", "Beispiele aus der Forschungsgeschichte der Hoechst AG" oder "Biotechnologie: im Schatten der chemischen Synthese" stoßen.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit über 27000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 25 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Geschichte der Chemie. Der Industriekreis der Fachgruppe hat zum Ziel, der Geschichte der chemischen Industrie und Technologie einen höheren Stellenwert zu verleihen.

Weitere Informationen:


Dr. Renate Hoer, Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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