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Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin, 13.03.08

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Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin, 13.03.08

Zehn Jahre Evidenzbasierte Medizin in Deutschland - Ein Netzwerk auf Erfolgskurs

Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (DNEbM) e.V. feiert am 14. März 2008 sein zehnjähriges Bestehen. Von einer Handvoll Aktivisten initiiert, gehören dieser wis-senschaftlichen Fachgesellschaft heute mehr als 700 Mitglieder aus allen Bereichen des Gesundheitswesens an. Das Netzwerk ist damit weltweit der größte Zusammenschluss von Medizinern und Angehörigen von Gesundheitsberufen in diesem Bereich. Die Netz-werkmitglieder haben ein Ziel: Die Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern. Und das - so die Überzeugung der Netzwerker - geht nur mit der Anwendung einer evidenzba-sierten Medizin. Und hier hat das Netzwerk entscheidend dazu beigetragen, die Sicht der Medizin zu revolutionieren.

Von evidenzbasierter Medizin spricht man dann, wenn ärztliche Kunst und Erfahrung, neue wis-senschaftliche Erkenntnisse und die Bedürfnisse der Patienten miteinander verknüpft werden. Erst durch diese "Dreieinigkeit" sind gute Therapieentscheidungen möglich, können überholte, unwirksame oder gar schädliche Diagnose- oder Behandlungsmethoden vermieden werden.

In den zehn Jahren seines Bestehens hat das Netzwerk zu einem grundlegenden Wandel in der Medizin beigetragen. Die transparente Verwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse schneidet den alten Zopf der "ärztlichen Kunst als Geheimnis" ab. Das reine Erfahrungswissen von Exper-ten wird heute durch quantitatives Studienwissen ergänzt. Ärzte haben gelernt, mit statistischer Unsicherheit umzugehen. Die Wünsche und Wertevorstellungen von Patienten werden in Thera-pieentscheidungen einbezogen. Kein seriöser medizinischer Aufsatz oder Vortrag ist heute mehr denkbar, wenn er nicht die Prinzipien der evidenzbasierten Medizin berücksichtigt.


Mission erfüllt? - Keineswegs! Es reicht nicht aus, evidenzbasiertes Wissen in den Köpfen zu verankern; seine Zukunftsaufgaben sieht das Netzwerk darin, die evidenzbasierte Medizin in den Alltag zu bringen und die Methoden weiter zu entwickeln. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse sind dabei nicht nur für Ärzte und Angehörige medizinischer Berufe wichtig. Am interessantesten sind sie für den Patienten! Evidenzbasierte Patienteninformationen als verständliche Entschei-dungsgrundlage für Laien zu schaffen, ist daher ein weiterer Schwerpunkt des DNEbM. Kritisch begleitet werden vom Netzwerk auch Rationierungstendenzen von Gesundheitsleistungen. Das deutsche Gesundheitswesen kann heute auf einen unabhängigen Partner wie das DNEbM nicht verzichten.

ANSPRECHPARTNER:

Prof. Dr. Edmund A. M. Neugebauer (Vorsitzender)
Institut für Forschung in der Operativen Medizin
Lehrstuhl für Chirurgische Forschung,
Fakultät für Medizin, Universität Witten/Herdecke
Ostmerheimer Str. 200, 51109 Köln, Tel.: 0221 989570,
E-Mail: ifom-neugebauer-sek@uni-wh.de

Prof. Dr. Jürgen Windeler (1. Stellvertretender Vorsitzender)
Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen e.V.
Lützowstr. 53, 45141 Essen, Tel.: 0201 8327-0,
E-Mail: j.windeler@mds-ev.de

Prof. Dr. Norbert Donner-Banzhoff ( 2. Stellvertretender Vorsitzender)
Abteilung für Allgemeinmedizin, Präventive und Rehabilitative Medizin, Universität Marburg, Robert-Koch-Str. 5, 35033 Marburg, Tel.: 06421 28-65120,
E-Mail: donnerba@med.uni-marburg.de

Prof. Dr. Günter Ollenschläger (Schriftführer)
Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin
Wegelystr. 3/Herbert-Lewin-Platz, 10623 Berlin, Tel.: 030 4005-2500,
E-Mail: ollenschlaeger@azq.de

Geschäftsstelle
Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e. V.
c/o Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin
Wegelystraße 3 / Herbert-Lewin-Platz
10623 Berlin

Tel. 030 4005-2506
Fax. 030 4005-2555
E-Mail: cox@azq.de

www.ebm-netzwerk.de
www.ebm-kongress.de

Weitere Informationen:


Dr. PH Dipl.-Ing. Sylvia Sänger,, Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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