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Rostocker Zentrum zur Erforschung des..., 23.01.08

Workshop in Rostock: Lebensqualität von Pflegebedürftigen und Pflegenden und Trends im Pflegebedarf in Deutschland und Europa

Die wachsende Zahl an Pflegebedürftigen wird in den kommenden Jahrzehnten eine der großen Herausforderungen unserer alternden Gesellschaft sein. Im Rahmen des Workshops "Pflege und Lebensqualität im Alter", der vom 30. Januar bis zum 1. Februar

Zum Auftakt wendet sich der Workshop den Entwicklungen des Pflegebedarfs in Deutschland zu. Werden die gewonnenen Jahre bei steigender Lebenserwartung in Gesundheit verbracht oder hat sich die Pflegedauer in den vergangenen Jahren verlängert? Welche Erkenntnisse zum Ausmaß der Pflegebedürftigkeit deutschlandweit oder in einzelnen Bundesländern können aus amtlichen Statistiken gewonnen werden?

Fragen zum zukünftigen Pflegebedarf wird der zweite Tag beantworten. Die Wissenschaftler werden nicht nur Projektionen über den Anteil Pflegebedürftiger vorstellen, sondern auch diskutieren, welche Bedeutung dabei der Pflege in Institutionen oder durch Familienangehörige zukommen wird.
Im Fokus werden desweiteren die Lebensqualität von Pflegebedürftigen und die Einflussfaktoren auf den Pflegebedarf stehen: Wie viel Lebensqualität können Pflegeeinrichtungen den alten Menschen bieten? Verkürzt oder verlängert sich die Lebenserwartung durch institutionelle Pflege? Welche Einflüsse haben sozioökonomische Faktoren oder das Geschlecht auf die Pflegewahrscheinlichkeit?

Doch der Workshop will den Blick nicht nur auf die Pflegebedürftigen, sondern auch auf die Pflegenden richten. Ein großer Teil der Pflegebedürftigen in Deutschland wird von Angehörigen, allein oder mit Hilfe eines privaten Pflegdienstes, zu Hause versorgt. Die Ausübung der Pflege durch einen Familienangehörigen ist jedoch eine physisch und auch psychisch stark belastende Lebenssituation. Die Veranstaltung zeigt auf, in wie weit Männer und Frauen ihren Beruf, die Pflegetätigkeit und ihre Familie vereinbaren können und ob die Lebenszufriedenheit aller Familienmitglieder beeinträchtigt ist. Auch Fragen, in welchem Ausmaß private Pflegedienste genutzt werden und wie sich eine Periode des Pflegens auf den Lebenslauf eines Menschen auswirkt, werden am dritten Tag diskutiert.

Konferenzsprache des ersten Veranstaltungstages ist deutsch, am zweiten und dritten Tag englisch. Veranstaltungsorte sind das Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Konrad-Zuse-Straße 1 (1. und 3. Tag) und das Internationale Begegnungszentrum, Bergstraße 7a (2. Tag) in 18057 Rostock.
js/ic

Weitere Informationen:


Dr. Insa Cassens, Rostocker Zentrum zur Erforschung des demografischen Wandels
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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