Hilfe: Sie befinden sich auf...

ArtSet Institut, 31.03.06

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

ArtSet Institut, 31.03.06

Wirkungsanalyse zu LQW® - Die Wirkungen der Lernerorientierten Qualitätsentwicklung in der Praxis der Weiterbildungsorganisationen

Welche Auswirkungen bzw. welchen Nutzen hat der Einsatz des Lernerorientierten Qualitätsmanagements in der Praxis von Weiterbildungseinrichtungen? Mit dieser Leitfrage hat ArtSet eine schriftliche Befragung unter den im Jahr 2005 testierten Organisationen durchgeführt.
Zu diesem Zweck erhielten 245 Weiterbildungsorganisationen im unmittelbaren Anschluss an ihre Testierung einen Fragebogen zugesandt mit der Bitte, diesen von einer Person ausfüllen zu lassen, die am Qualitätsprozess direkt beteiligt war. 166 Bögen, das entspricht einem Rücklauf von über zwei Dritteln, flossen in die Auswertung ein.

Zu insgesamt 59 Items konnten die Organisationen angeben, wie sie die Situation ihrer Einrichtung vor und nach der Lernerorientierten Qualitätsentwicklung einschätzen. In der Rückschau auf ihren jeweiligen Qualitätsprozess konnten die Organisationen also die Auswirkungen der LQW-Einführung beziffern. Dabei entsprachen höhere Werte auf der vorgegebenen Skala von 0 (trifft nicht zu) bis 5 (trifft voll zu) einer höheren Qualitätsausprägung.

Die folgenden 14 zentralen Punkte skizzieren die wichtigsten Ergebnisse der empirischen Wirkungsevaluation.
1. Bei allen 59 abgefragten Statements ergeben sich signifikante Verbesserungen durch die LQW-Einführung. Im Durchschnitt geben die Organisationen bei mehr als der Hälfte der Items - nämlich bei 52% - Verbesserungen an.
2. Die Bedarfserschließung wird vor der LQW-Einführung überraschend positiv eingeschätzt. Die Verbesserungen fallen in diesem Bereich jedoch sehr gering aus, so dass weiterhin Entwicklungsmöglichkeiten bestehen.
3. Bei ihren Schlüsselprozessen verzeichnen die Organisationen große Fortschritte durch das Lernerorientierte Qualitätsmanagement, insbesondere bei der Festlegung eindeutiger Verantwortlichkeiten.
4. Der Lehr-Lern-Prozess wird nach der Qualitätsentwicklung sehr positiv bewertet. Hier gab es - ganz im Sinne der Lernerorientierung des Modells - deutliche Verbesserungen.
5. Die Evaluation von Bildungsprozessen beruht in den Weiterbildungsorganisationen im Wesentlichen auf der Abfrage der Teilnehmerzufriedenheit, bei der starke Verbesserungen angegeben werden. Konkrete Lernerfolge hingegen waren und bleiben weniger bekannt.
6. Organisationsstrukturen werden durch das LQW-Qualitätsmanagement bisher stärker beeinflusst als das Mitarbeiterverhalten.
7. Beim Controlling verzeichnen die Organisationen sehr große Verbesserungen.
8. Die Strategie- und Zielentwicklung der Unternehmen konnte ebenfalls sehr stark verbessert werden.
9. Die kontinuierliche Qualitätsarbeit, insbesondere die langfristige Sicherung und Entwicklung von Qualität, hat mit großem Abstand die größte Stärkung erfahren. Die Beteiligung der Mitarbeitenden an der Qualitätsarbeit ist durchweg sehr hoch.
10. Die Netzwerkbildung konnte kaum verbessert werden und wird auch nach der LQW-Einführung sehr niedrig eingeschätzt.
11. Trotz mittelmäßiger Fortschritte waren und bleiben Marketing und Öffentlichkeitsarbeit Stiefkinder der Qualitätsarbeit.
12. Organisationen, die noch kein QM-System eingeführt hatten, konnten durch den LQW-Einsatz einige überproportionale Verbesserungen erreichen, so dass vorherige Unterschiede zu qualitätserfahrenen Einrichtungen nach dem LQW-Prozess nahezu ausgeglichen sind.
13. LQW lohnt aber auch für Organisationen, die sich schon länger mit Qualitätsmanagement beschäftigen, denn insgesamt gesehen hat die LQW-Einführung hier ebenfalls starke positive Auswirkungen.
14. Trotz kleinerer Unterschiede bei einzelnen Items können insgesamt betrachtet alle Organisationstypen der Weiterbildungsbranche - unabhängig von ihrer Größe - von LQW profitieren.

Die Ergebnisse der Wirkungsanalyse sind detailliert in einem Aufsatz veröffentlicht. Der Text "Wirkungsanalyse LQW2, Februar 2006" kann auf der Internetseite www.artset-lqw.de (http://www.artset-lqw.de/html/allgemein.html) kostenfrei heruntergeladen werden.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Friederike Erhart
ArtSet
Forschung Bildung Beratung Qualitätstestierung
Ferdinand-Wallbrecht-Str. 17, D-30163 Hannover
Tel.:+49 (0)511 - 90 96 98 30
Fax: +49 (0)511 - 90 96 98 55
E-Mail: erhart@artset.de ; kontakt@artset.de
www.artset.de ; www.artset-lq.de

Weitere Informationen:


Dipl.-Päd. Jörg Angermüller, ArtSet Institut
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Professionelle Sprachbeobachtung als Basis für die künftige Rechtschreibnormierung 
 Innovations-Coaching