Hilfe: Sie befinden sich auf...

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, 14.09.06

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, 14.09.06

Dem Waldbrand keine Chance: BMBF fördert die Entwicklung von autonomen vernetzten Sensorsystemen

Entwickelt sich im Dickicht ein Waldbrand? Entstehen an den Brückenpfeilern kleine Risse? Funktionieren auch die unzugänglichen Teile der Fertigungsanlage einwandfrei? So genannte autonome vernetzte Sensorsysteme - auch "smart dust" oder "e-Grain" genannt - können vielleicht schon bald Antworten auf diese und andere Fragen geben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die Entwicklung in diesem Zukunftsfeld mit 15 Mio. Euro. Bis zum 15. Dezember haben Industrie und Forschung Zeit, Ideenpapiere für Entwicklungsprojekte zu entwerfen.

Ein autonomes vernetztes Sensorsystem besteht aus einer Vielzahl von kleinen Mikrosystemen, die am Untersuchungsobjekt verteilt - also beispielsweise mit dem Hubschrauber über einem potenziellen Waldbrandgebiet abgeworfen oder beim Brückenbau an den Pfeilern angebracht - werden. Obwohl oft nicht größer als ein Stück Würfelzucker, sind diese Systeme ausgesprochen vielseitig: Sie können wichtige Parameter ihrer Umgebung wie beispielsweise Vibrationen oder Temperatur messen und verarbeiten, sie können drahtlos Daten senden und empfangen und sie verfügen über eine unabhängige Energieversorgung. Damit können sie jahrelang dezentral zum Beispiel die Funktionsfähigkeit einer Fertigungsanlage überwachen, ohne ausgetauscht werden zu müssen.

Im Rahmenprogramm Mikrosysteme 2004-2009 (Themenschwerpunkt "Mikrosystemtechnik für autonome vernetzte Sensorsysteme") sowie im Förderungsprogramm "IT-Forschung 2006" (Forschungsbereich "Kommunikationstechnologien") fördert das BMBF mit mehr als 15 Mio. Euro die Entwicklung von innovativen Lösungen in diesem Bereich. Im Fokus stehen vor allem Anwendungen in der Industrie- und in der Prozessautomatisierung sowie im Bereich Sicherheit und Personenschutz.
In den geförderten Verbundprojekten können sowohl mobile als auch stationäre Sensornetzwerke entstehen, die für neuartige Aufgaben der Datenerfassung und Auswertung geeignet sind.

Wichtige Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Zuverlässigkeit und Robustheit sowohl der einzelnen Knoten als auch der gesamten vernetzten Systeme, die Themen Energiemanagement und Echtzeitfähigkeit, die Entwicklung von selbstkonfigurierbaren Kommunikationsschnittstellen, neue Funksysteme und Netzarchitekturen, die Vernetzung verschiedener Systeme (Sensor- und Datenfusion) und die Integration in ein Kommunikationsnetz sowie notwendige Software-Entwicklungen.

Ebenfalls förderfähig sind Arbeiten zur Sicherung der Privatsphäre und zur Erhöhung der Datensicherheit im Sensornetzwerk, zur Entwicklung von low-power Sensorik und applikationsorientiertem low-power Schaltungsdesign, Entwicklungen für die freie Konfigurierbarkeit der Knoten und für die Ein- und Anbindung an Kommunikationsnetze sowie Arbeiten zur Mensch-Maschine-Schnittstelle.

Weitere Informationen gibt es beim Projektträger im Rahmenprogramm "Mikrosysteme":

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Dr. Hartmut Strese, Tel.: 030 310078- 204, strese@vdivde-it.de
Dr. Lars Heinze, Tel.: 030 310078-165, heinze@vdivde-it.de

www.mstonline.de/foerderung


Wiebke Ehret, VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Dank DFG-Nationallizenzen mehr Internationalität und eine halbe Million neue Nachweise in infoconnex Sozialwissenschaften 
 Nachwachsende Rohstoffe - Potenzial für Energie und Chemie