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Georg-Eckert-Institut, 27.11.07

Wie viel Staat braucht die Erinnerung? Zum Verhältnis von historischer Forschung und Politik

Während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hat das Bundesjustizministerium interessante, aber in der Öffentlichkeit auch kontrovers diskutierte Initiativen ergriffen - zum Beispiel mit der Forderung, die Holocaustleugnung europaweit unter Strafe zu stellen. Auch eine Framework decision des Europarates zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vom April, für die Justizministerin Brigitte Zypries mitverantwortlich zeichnet, hat bei Historikern für Aufmerksamkeit gesorgt: Vor allem im europäischen Ausland ist gelegentlich die Befürchtung laut geworden, politische Interessen könnten die Unabhängigkeit historischer Forschung gefährden.
Erinnerungskultur und Geschichtspolitik sind auch zentrale Forschungsthemen des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung. Wie aus dem Titel der Veranstaltung am 12. Dezember hervorgeht, möchten wir Vertreter aus Fachwissenschaft und Politik ins Gespräch bringen. Nach einer Einführung durch die Direktorin des GEI, Prof. Dr. Simone Lässig, diskutieren auf dem Podium:

Prof. Dr. Luigi Cajani (Universität Rom), Thomas Dittmann (Bundesjustizministerium),
Dr. hab. Krzysztof Ruchniewicz (Universität Breslau), Prof. Dr. Martin Sabrow (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam), Prof. Dr. Axel Schildt (Forschungsstelle für Zeitgeschichte, Hamburg)
Moderation: Hans Stallmach (NDR Braunschweig)

Wir möchten zu einem über tagespolitische Debatten hinausgehenden, vertiefenden Gedankenaustausch aus europäischer Perspektive beitragen. Sie sind herzlich eingeladen, an diesem Austausch teilzunehmen. Journalisten haben darüber hinaus die Möglichkeit zu Gesprächen mit den Podiumsgästen.

Unser besonderer Dank gilt unserem Kooperationspartner, dem Braunschweigischen Landesmuseum.

V.i.S.d.P. Verena Radkau, radkau@gei.de, 0531 590 99 54


Verena Radkau, Georg-Eckert-Institut
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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