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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 17.10.05

Universitäten Heidelberg und Prag feierten 15-jähriges Jubiläum mit einem Symposium

Umfassende Partnerschaft zwischen der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Karls-Universität Prag seit 1990 - Symposium in Heidelberg beleuchtete "Die Folgen für Lehre und Forschung durch die Erweiterung der Europäischen Union"

Aus Anlass des 15-jährigen Jubiläums der Partnerschaft zwischen der Karls-Universität Prag und der Ruperto Carola fand am Freitag, dem 14. Oktober 2005, im Senatssaal der Alten Universität ein Symposium statt, das von der Heidelberger Beauftragten für diese Partnerschaft, Prof. Jadranka Gvozdanovi?, organisiert worden war. Es stand unter dem Rahmenthema "Die Folgen für Lehre und Forschung durch die Erweiterung der Europäischen Union".

Nach der Begrüßung des Rektors der Karls-Universität Prof. Ivan Wilhelm sowie ihres Prorektors Prof. Josef Stingl durch den Rektor der Universität Heidelberg Prof. Peter Hommelhoff verlieh dieser dem Prager Theologen Prof. Zden?k Ku?era für seine Verdienste bei der Etablierung und beim Ausbau der Universitätspartnerschaft die Universitätsmedaille der Ruperto Carola.


Den wissenschaftlichen Teil des Symposiums eröffnete Rektor Hommelhoff mit einem Vortrag über "Europäisches Recht und Osterweiterung", der auch auf aktuelle Probleme bei der akademischen Zusammenarbeit infolge des Systemwechsels nach 1990 einging. Ihm folgten weitere Vorträge zur Frage kultureller und politischer Identität im heutigen Europa (Prorektor Chaniotis, Prof. Rainer Lepsius).

Der umfassende Charakter der Universitätspartnerschaft zwischen Prag und Heidelberg, den Rektor Hommelhoff in seiner Begrüßung schon hervorgehoben hatte, wurde dann vom Leiter des Dezernats für Internationale Angelegenheiten der Universität Heidelberg, Dr. H. Joachim Gerke, unterstrichen: In einer Bilanz der vergangenen 15 Jahre betonte er die Breite der Kooperation und die Intensität der Zusammenarbeit im Rahmen dieser vielfältigen, erfolgreichen und lebendigen Universitätspartnerschaft, zu deren Ertrag eine Reihe von Symposien, gegenseitigen Besuchen, Workshops und gemeinsamen Publikationen zu rechnen sind.

Zahlreiche Vorträge von Heidelberger wie von Prager Theologen, Philologen, Naturwissenschaftlern und Medizinern demonstrierten dann in beeindruckender Weise diese fächerübergreifende Dimension der Universitätspartnerschaft: die Heidelberger Partnerschaftsbeauftragte Prof. Gvozdanovi? bezeichnete Böhmen und Mähren als "Schatztruhe der Kulturwissenschaft" und hob die bleibenden Verdienste der Prager Schule für die Philologie hervor. Der Prager Biologe und Romanautor Prof. Stanislav Komárek ging in seinem Vortrag auf eine ganz andere west-östliche Herausforderung ein: auf die Herausforderung, die China für Europa darstellt.

Den Abschluss bildete ein Vortrag des Slawisten Prof. Urs Heftrich, der über seine Übersetzung der Werke des 1905 geborenen tschechischen Dichters Vladimir Holan berichtete: das gemeinsam mit Dr. Michael ¦pirit geplante und auf 14 Bände angelegte Projekt einer zweisprachigen Holan-Ausgabe, von der bereits zwei Bände erschienen sind, soll im Jahre 2029 abgeschlossen sein. Hieran mag der lange Atem und die perspektivische Weite der Universitätspartnerschaft zwischen Prag und Heidelberg zu ersehen sein. Eine gemeinsame Lesung von Gedichten Holans - in tschechischem Original und in deutscher Übersetzung - beschloss das Jubiläumssymposium.
Markus Fischer

Rückfragen bitte an:
Dr. Markus Fischer
Universität Heidelberg
Dezernat für Internationale Angelegenheiten
fischer@zuv.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse


Dr. Michael Schwarz, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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