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Justus-Liebig-Universität Gießen, 12.01.06

Umweltrechtliches Praktikerseminar

Thema am 19. Januar 2006: "Grenzen der Zielverbindlichkeit gemeinschaftsrechtlicher Umwelt-Richtlinien - Untersuchung am Beispiel der Wasserrahmenrichtlinie". Der Vortrag beginnt um 18.15 Uhr in Hörsaal 021 des gemeinsamen Vorlesungs- und Seminargebäudes der Fachbereiche Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaften (Licher Straße 68, 35394 Gießen.

Die Reichweite der Kompetenz der Europäischen Union zum Erlass von Richtlinien und der dahingehende Umsetzungsspielraum der Mitgliedstaaten sind das Thema im Umweltrechtlichen Praktikerseminar der Justus-Liebig-Universität am Donnerstag, dem 19. Januar 2006, zu dem Prof. Wolf von der Ruhr-Universität Bochum vortragen wird. Gerade im Fall der Wasserrahmenrichtlinie schlugen die Wellen der Kritik besonders hoch, denn der umfassende Regelungsansatz des europäischen Rechtsakts verlangt nicht weniger als eine völlige Neukonzeption des deutschen Wasserrechts. Aus diesem Anlass stellt sich die Frage nach den Grenzen der Verbindlichkeit, denn Richtlinien sind nach dem EG-Vertrag nur hinsichtlich ihrer Ziele verbindlich, überlassen die Wahl der Form und der Mittel jedoch den Mitgliedstaaten. Prof. Wolf wird dieses Problemfeld erörtern und praktisch nutzbare Lösungsstrategien vorstellen.

Prof. Dr. Wolf ist Professor für Umweltrecht, Verwaltungsrecht und Planungsrecht an der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehört das deutsche, europäische und internationale Umweltrecht, in dem er u.a. durch ein bekanntes Lehrbuch hervorgetreten ist.

Der öffentliche Vortrag beginnt um 18.15 Uhr in Hörsaal 021 des gemeinsamen Vorlesungs- und Seminargebäudes des Fachbereichs Rechtswissenschaft und des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften in der Licher Straße 68. Dem Vortrag wird eine Diskussion unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Eifert folgen.

Das Umweltrechtliche Praktikerseminar wird am 9. Februar 2006 fortgesetzt mit einem Vortrag von Dipl.-Ing. Hans Jürgen Wolff, Regierungspräsidium Gießen, zum Thema "Probleme bei der Ermittlung des/der Sanierungsverantwortlichen für Rüstungslasten am Beispiel der ehemaligen Sprengstoffwerke DAG und WASAG, Stadtallendorf". Aktuelle Informationen zur Veranstaltungsreihe und zum Gießener Forschungsschwerpunkt Umweltrecht finden sich im Internet unter http://www.uni-giessen.de/gifu.

Kontakt:

Prof. Dr. Klaus Lange
Fachbereich Rechtswissenschaft
Hein-Heckroth-Straße 5
35390 Gießen
Tel.: 0641/99-21181
Fax: 0641/99-21189
E-Mail: Klaus.Lange@recht.uni-giessen.de

Weitere Informationen:


Christel Lauterbach, Justus-Liebig-Universität Gießen
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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