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Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 04.09.06

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Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 04.09.06

Tunnel aus Seifenblasen und eckige Räder

Nicht Dinosaurier sind sein Thema, auch nicht der Weltraum oder die Feldzüge der Wikinger. Professor Dr. Albrecht Beutelspacher redet vorzugsweise über Mathematik. Und dennoch: Wenn er vorträgt, platzt der Hörsaal regelmäßig aus allen Nähten. Am Freitag, 15.9., um 15 Uhr ist der Gießener im Mathematischen Institut der Universität Bonn, Wegelerstraße 10, zu Gast. Sein Vortrag bildet den Auftakt zur Ausstellung "Mathematik zum Anfassen", die vom 16. bis 22.9. im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bonn zu bestaunen ist. Die Organisatoren rechnen mit mehr als 2.000 Gästen, die sich von den zahlreichen mathematischen Experimenten verblüffen lassen werden. Anlass der Ausstellung ist die Jahrestagung der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, die am 18.9. an der Universität Bonn beginnt.

Der schillernde Seifenblasentunnel begeistert in Gießen regelmäßig die Besucher.
Foto: Wegst, mathematikum Giessen

Wanderausstellung des mathematikums in Giessen. Hier ist die Ausstellung in Moers in einer Schulaula zu Besuch.
Foto: Wegst, mathematikum Giessen

Professor Beutelspacher ist ein Profi, wenn es um die spannende Vermittlung seines Fachgebietes geht: Im Jahr 2000 gewann er den Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Das Preisgeld von 100.000 Mark floss in einen lang gehegten Traum, das Mathematikum in Gießen - das "erste mathematische Mitmachmuseum der Welt", wie Beutelspacher immer wieder mit Stolz betont.

Mit seinem durch zahlreiche Experimente aufgelockerten Vortrag führt Beutelspacher in die Ausstellung im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium ein. Dort, in der Endenicher Allee 1, sind ab dem 16.9. täglich zwischen 9 und 18 Uhr nicht nur 25 Exponate aus Gießen zu sehen. "Schüler aus dem Bonner Raum haben eigens für 'Mathematik zum Anfassen' eigene Experimente entwickelt", betont Professor Dr. Alexander Wynands von der Universität Bonn. "Am Dienstag, 19.9., werden die besten Schülerexponate prämiert; die Telekom-Stiftung hat dazu Preisgelder in Gesamthöhe von 1.000 Euro gestiftet."

In der Ausstellung kann man sich beispielsweise von einem wunderschön schillernden Tunnel aus hauchdünner Seifenblasenhaut einhüllen lassen oder staunend miterleben, wie sich ein rotierender Stab durch eine feste Wand hindurchdreht. Ein anderes Experiment beweist das scheinbar Unmögliche: Nämlich, dass Autos auch auf viereckigen Rädern völlig ruhig rollen können (allerdings nicht über jede x-beliebige Straße, soviel sei verraten). Da sich während der Woche zahlreiche Schulklassen angemeldet haben, sollten Einzelbesucher die Termine am Samstag, 16.9., und Sonntag, 17.9., nutzen.

Detaillierte Informationen zur Ausstellung sowie zum weiteren Rahmenprogramm gibt es unter http://www.dmv2006.uni-bonn.de/rahmenprogramm.html.

Weitere Informationen:


Frank Luerweg, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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