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Klinikum der Universität München, 25.04.06

Tuberöse Sklerose - Internationale Experten treffen sich in Berlin

Status Konferenz am 5. Mai 2006 zum aktuellen Forschungsstand
Die Vereinigung "Tuberöse Sklerose Deutschland e. V." organisiert auf Einladung des Dermatologen Privatdozent Dr. Ralf Wienecke ein wissenschaftliches Treffen europäischer und amerikanischer Kollegen. Dabei soll der aktuelle Stand der Forschung und der klinischen Behandlung dieser seltenen genetischen Erkrankung diskutiert werden. "In Deutschland zum Beispiel gibt es nur etwa 10.000 Menschen, die an Tuberöser Sklerose erkrankt sind. Die anberaumte internationale Konferenz erlaubt es uns, eine größere Basis und einen komplexeren Wissenstand zu schaffen", begründet Wienecke das Treffen.


Die Tuberöse Sklerose, auch Tuberöse Hirnsklerose, Bourneville Pringle oder wegen des komplexen Erscheinungsbilds von verschiedenen Symptomen im englischen Sprachraum Tuberous Sclerosis Complex (TSC) genannt, ist eine genetische Erkrankung, die in vielen Organsystemen gutartige Tumoren bildet. Sehr häufig finden sich Tumoren an der Hirnrinde, was zu Epilepsie und anderen Beeinträchtigungen des Gehirns führen kann. An den Nieren kann es durch die Entwicklung von gutartigen Tumoren zu Nierenversagen kommen, am Herzen zu schweren Rhythmusstörungen und Herzversagen.

Bei der Konferenz im Hotel "Christophorus Haus", Schönwalder Allee 26, 13587 Berlin, geht es um diagnostische Verfahren, aber auch um chirurgische und medikamentöse Behandlungsmethoden. "Im Vordergrund stehen Therapiekonzepte mit Rapamycin, ein zur Immunsupression bei organtransplantierten Patienten eingesetztes Medikament, das aber in niedriger Dosierung auch die Tumoren von Patienten mit Tuberöser Sklerose beeinflußt", erläutert Wienecke.

Für Rückfragen steht Ihnen Privatdozent Dr. Ralf Wienecke gerne zur Verfügung: Tel. 089-7095-0 oder Email: Ralf.Wienecke@med.uni-muenchen.de

Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München werden an den Standorten Großhadern und Innenstadt jährlich rund 85.000 Patienten stationär und 371.000 Patienten ambulant behandelt. Die 44 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über etwa 2.500 Betten. Von insgesamt 9000 Beschäftigten sind rund 1800 Mediziner. Jährlich finden zahlreiche medizinische und wissenschaftliche Kongresse und Tagungen, sowie Kurse und Informationsveranstaltungen für Patienten statt. Das Klinikum der Universität München zählt zu den größten Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und hat im Jahr 2004 mehr als 52 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.klinikum.uni-muenchen.de


Philipp Kreßirer, Klinikum der Universität München
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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