Hilfe: Sie befinden sich auf...

Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 13.02.07

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 13.02.07

Mit dem Teelicht nach Grenoble

Auf dem Symposium "Science on Stage" präsentieren Lehrkräfte aus ganz Europa spannende Experimente, gute Ideen und neue Konzepte für den Unterricht in den Naturwissenschaften. In diesem Jahr ist der Physikdidaktiker Dr. Thomas Wilhelm von der Universität Würzburg eingeladen, sein Projekt "Faszination Induktionsmotore" in Grenoble vorzustellen.

Thomas Wilhelm
Universität Würzburg

Ein Leben ohne Induktionsmotor ist eigentlich nicht vorstellbar: Vom kleinen Laugenpumpenmotor in unserer Waschmaschine und dem Lüftermotor im Mikrowellengerät bis zum Drehstrommotor von Straßenbahnen und dem ICE reicht die Palette. Die Einsatzorte dieser Motoren, die mit Hilfe von räumlich veränderlichen Magnetfeldern Bewegung erzeugen, sind so vielfältig wie ihre Zahl groß ist. Umso verwunderlicher ist die Tatsache, dass die Helfer im Physikunterricht von heute keine Rolle spielen - obwohl die Prinzipien, die sich dahinter verbergen: Induktion und die Lenzsche Regel, sehr wohl Inhalt des Lehrplans sind. Das könnte sich allerdings demnächst ändern, wenn es nach Thomas Wilhelm geht.


Wilhelm, Physikdidaktiker an der Universität Würzburg, hat sich überlegt, wie man mit einfachen Mitteln - Aluminiumdosen von Teelichtern, Spulen, eine Metallschiene - Schüler im Unterricht so genannte Linear- und Drehstrommotoren basteln lassen kann. Dabei herausgekommen sind: "Sehr einfache Versuchsaufbauten, die mit schulüblichen Mitteln schnell aufgebaut werden können", sagt er. Zusätzliche Multimedia-Animationen tragen zum Verständnis der physikalischen Prinzipien bei. In einem Unterrichtsprojekt hat Wilhelm seine Ideen zusammen mit Schülern verwirklicht und dabei gemerkt: "Es hat den Schülern viel Spaß gemacht und ihr Interesse an dem Thema geweckt".

Das Interesse hat sein Projekt auch noch auf anderer Seite geweckt: "Science on Stage" heißt ein Symposium, das von den sieben größten europäischen Forschungseinrichtungen organisiert und von der Europäischen Kommission finanziert wird. In diesem Jahr findet das Treffen zum zweiten Mal statt; eingeladen werden Lehrkräfte mit besonders interessanten Projekten, damit sie ihre Konzepte und Ideen für einen guten Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern europaweit bekannt machen können.

Aus Deutschland haben sich unter einer Vielzahl von Bewerbern 24 Konzepte, Projekte und Ideen für die Teilnahme an dem Symposium qualifiziert, das vom 2. bis zum 6. April in Grenoble stattfinden wird. Dort sieht das Programm vor, dass die Teilnehmer vormittags Workshops und Vorträge besuchen können; am Nachmittag sollen sie ihre eigenen Projekte präsentieren, sich mit Kollegen der anderen Länder austauschen und aktuelle Fragen des Unterrichtens diskutieren. Zum Abschluss des Symposiums werden besonders innovative Projekte vom Internationalen Steering Committee (ISC) prämiert.

Thomas Wilhelm hat an der Universität Würzburg Lehramt am Gymnasium für Physik und Mathematik studiert. Nach seinem Referendariat wurde er im September 1998 Studienrat am Gymnasium Marktbreit und wechselte zwei Jahre später an den Lehrstuhl für Didaktik der Physik. Im Jahr 2005 beendete er seine Dissertation, in der er sich unter anderem mit den Möglichkeiten des Computers im Physikunterricht beschäftigte sowie neue Konzepte und neue Experimente für den Mechanikunterricht entwickelte.

Mehr Infos zum Symposium unter http://www.science-on-stage.de
Ansprechpartner: Dr. Thomas Wilhelm, Tel. (0931) 888 5788; E-Mail: thomas.wilhelm@uni-wuerzburg.de


Gunnar Bartsch, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
"Das Glas ist ein Viertel voll" 
 Jetzt online: sozialwissenschaftliche Linksammlung zu den Entwicklungen in Belarus, der Ukraine und in der Republik Moldau