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Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen..., 27.06.06

Tagung der Europäischen Akademie GmbH: "Welche Zukunft hat die Raumfahrt?"

Die Europäische Akademie GmbH und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. hatten vom 22.-23. Juni 2006 zahlreiche Experten aus Wissenschaft, Forschung und Industrie zu einer Tagung zum Thema "Die Zukunft der Raumfahrt. Ihr Nutzen und ihr Wert" eingeladen. Die Referenten wollten deutlich machen, dass die Bedeutung der Raumfahrt sowohl ihr technischer und ökonomischer Nutzen als auch ihr Beitrag zur allgemeinen kulturellen Entwicklung der Menschheit ist.

Bad Neuenahr-Ahrweiler, 27. Juni 2006. - Unbestritten ist die Raumfahrt von großem Nutzen für den Menschen - satellitengestützte Navigation und Wettervorhersagen sind zwei bekannte Anwendungsbeispiele. Raumfahrtpolitische Entscheidungen werden zunehmend unter dem Gesichtspunkt eines solchen unmittelbaren Nutzens getroffen. Dies hat in der jüngsten Vergangenheit vor allem zu einer Stärkung der unbemannten Raumfahrt geführt. Mit der Folge, dass die Legitimation der Raumfahrt, besonders der bemannten Raumfahrt, die auf den ersten Blick wenig unmittelbaren Nutzen verspricht, zunehmend in Frage gestellt wurde.
Vor diesem Hintergrund hatten die Europäische Akademie GmbH und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. vom 22.-23. Juni 2006 zahlreiche Experten aus Wissenschaft, Forschung und Industrie zu einer Tagung zum Thema "Die Zukunft der Raumfahrt. Ihr Nutzen und ihr Wert" eingeladen. Die Tagung sollte deutlich machen, dass die Bedeutung der Raumfahrt sowohl in ihrem technischen und ökonomischen Nutzen als auch in ihrem Beitrag zur allgemeinen kulturellen Entwicklung der Menschheit liegt.
Die Tagung gliederte sich in die beiden Sektionen "Raumfahrt und Zukunftsfragen für Technik und Gesellschaft" und "Erforschung und Erkundung des Weltraums". Unter anderem sprach der Mediziner Volker Damann (European Space Agency, ESA) über die komplexen Herausforderungen durch bemannte Raumfahrtprojekte. Am Abendvortrag mit dem Astronauten und Physiker Ernst Messerschmid (Universität Stuttgart) am 22. Juni nahmen neben Fachpublikum auch Interessierte aus der Region teil. Der Redner brachte den Zuhörern die Faszination eines Aufenthalts im All näher und ging auf mögliche Perspektiven ein. Dabei legte er seinen Schwerpunkt auf den europäischen Beitrag zur weiteren Erkundung des Weltalls. Der Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Eberhard Knobloch (TU Berlin) erläuterte Alexander von Humboldts Südamerikareise und illustrierte insbesondere, dass auch die Erkundung einer wenig bekannten Umwelt einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung wissenschaftlicher Disziplinen leisten kann.

Weitere Informationen:


Katharina Mader, Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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